Krefeld: Sozialliberale Idee: Mehr Freiheit für die Hunde
VON MARTIN RÖSE - zuletzt aktualisiert: 25.01.2008 - 09:29Krefeld (RPO). Als sie aufs Thema Hunde zu sprechen kamen, gingen manche Politikern im Verwaltungsausschuss gestern Abend ihrer Beißhemmungen verlustig.
Hintergrund war ein Antrag der FDP, der sich unter anderem für mehr Hundefreilaufflächen stark machte und ein flächendeckendes Netz von Hundestationen anregte. „Wenn Sie das gleiche Engagement für frei laufende Kinder und Jugendliche aufbrächten, wäre das besser“, erklärte Rolf Rundmund (Grüne).
Die Verwaltung hatte erklärt, dass sie keine Liste von Wegen und Pfaden für den uneingeschränkten Freilauf von Hunden erstellen könne - wegen der verschiedenen Rechtsgrundlagen. Joachim C. Heitmann (FDP, Vater und Hundehalter) erklärte, beispielsweise am Elfrather See oder im Stadtwald ließe sich das Problem durch eine Satzungsänderung leicht lösen. Hans Butzen (SPD, ebenfalls Vater und Hundehalter) fand die Anliegen der Hundelobby „durchaus berechtigt“.
Mit einer in Krefeld eher seltenen schwarz-grünen Mehrheit wurde gegen die Stimmen der sozialliberalen Minderheit entschieden, dass zurzeit in Krefeld keine Notwendigkeit besteht, an den Regelungen der Hundehaltung etwas zu ändern.
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