Krefeld: Stadtbezirke: Uerdingen schrumpft
VON DIETER HILLA - zuletzt aktualisiert: 09.05.2008 - 11:02Krefeld (RPO). Der Löschenhofweg wird die neue Stadtgrenze von Uerdingen. Das Bockumer Feld muss Uerdingen an den Stadtbezirk Ost abgeben. Gleichzeitig wird die Glockenspitz zur Grenze zwischen Oppum/Linn und Ost.
Der Bereich nördlich der Glockenspitz wird von Oppum/Linn an Ost abgetreten. Darauf hat sich der Kreiswahlausschuss gestern mit den Stimmen von CDU und Grünen geeinigt. Von der Opposition gab es heftige Kritik.
Anlass für die Verschiebung ist eine Änderung des Wahlgesetzes. Einem Ratswahlbezirk dürfen 8276 Wahlberechtigte angehören. Bisher war hiervon eine Abweichung bis 33 Prozent erlaubt, jetzt darf die Zahl der Wahlberechtigten nur noch um 25 Prozent abweichen. Da ein Uerdinger Wahlbezirk zu groß war, wurde die Änderung nötig.
Sie wurde lange diskutiert, da sich SPD und FDP gegen eine Aufteilung Uerdingens ausgesprochen hatten. Entsprechend groß war denn auch die Kritik der Sozialdemokraten. „Uerdingen wird willkürlich geteilt. Das ist eine Unverschämtheit gegenüber den Bürgern“, wetterte Ratsfrau Angela Schoofs. Ihr Parteikollege ergänzte: „Gewachsene Teile werden aus reinem Kalkül der CDU getrennt.“ Butzen hatte der Verwaltung auch vorgeworden, Wahlbezirke im Westen aus politischem Interesse verschoben zu haben. Die Beigeordnete Beate Zielke wies dies allerdings zurück.
Eine Schlappe war die Abstimmung auch für die FDP. Denn sie hatte einen anderen Vorschlag unterbreitet, dafür aber keine Mehrheit gefunden. Der Koalitionspartner CDU bekam dagegen die Unterstützung der Grünen für seine Mehrheit. Daniel Dick, der die FDP im Ausschuss vertrat, sah dies allerdings nicht als Problem für die CDU-FDP-Koalition.
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