Krefeld: Stars kommen in den König-Palast
VON SEBASTIAN PETERS - zuletzt aktualisiert: 16.05.2008Krefeld (RPO). Die Kölner Band BAP ist das Highlight des neuen König-Palast-Programms. Hallenmanager Keusch hofft außerdem auf eine erneute TV-Präsenz. Er weiß aber auch um die Probleme, große Stars zu holen: „Fast jede Veranstaltung ist für uns mittlerweile ein Hochrisikogeschäft.“
Wenn König-Palast-Manager Paul Keusch derzeit im Auto zu seinem Arbeitsplatz fährt, hat er gute Laune. Dann hört er nämlich im Sender seines Vertrauens verdächtig oft das Lied „Morje früh daheem“, die aktuelle BAP-Single. Keusch weiß: „Da hatten wir ein gutes Näschen BAP spielen nicht jede Steckdose.
Auf die Verpflichtung bin ich stolz.“ Denn gestern konnte der Hallenmanager mitteilen, dass BAP im Gegensatz zu früheren Jahren bei ihrer kommenden Tournee nicht etwa in Oberhausen gastieren, sondern am 18. März 2009 in Krefeld. Schon einmal waren BAP in Krefeld, das aber ist viele viele Jahre her, vor 17 Jahren spielten sie in der Glockenspitzhalle. Ein Kreis schließt sich.
Wetten, dass...?
Hoffnung Nicht aufgegeben hat Hallenmanager Paul Keusch auch die Hoffnung, irgendwann „Wetten, dass...?“ in die Halle zu holen. Eine ZDF-Technikerin hat sich die Halle schon angesehen.
Garderobe Gegen das Gastspiel sprechen besonders Platzprobleme. Viele Logen müssten zu Garderoben werden.
In Verhandlung mit Udo
Die Kölner Band ist das prominente Zugpferd für den König-Palast. Weitere Künstler, die bereits feststehen, sind Roger Whitaker und „Abba – The Show“. In Verhandlungen ist der König-Palast noch mit Udo Jürgens, Andre Rieu und La Fee. Nicht nur Paul Keusch hat gemerkt, dass es immer schwieriger wird, gute Künstler für einen attraktiven Preis zu gewinnen und das Risiko für eine Flaute zu minimieren. Keusch sagt: „Fast jede Veranstaltung ist für uns mittlerweile ein Hochrisikogeschäft.“
Die großen Künstler verdienen ihr Geld zum großen Teil mit Live-Konzerten, nicht aber CDs. Künstler wie Madonna haben Komplettverträge mit Konzertagenturen abgeschlossen, die sich auch um den CD-Verkauf kümmern. Wobei Paul Keusch ohnehin weiß, dass Stars wie Madonna für den König-Palast eine Nummer zu groß sind: „Die traurige Nachricht: Madonna kommt nicht.“
Fernsehpräsenz würde dem König-Palast helfen. In den vergangenen Jahren hat das stetig geklappt. Auch im kommenden Jahr soll der König-Palast wieder Gastgeber für das Fernsehen sein. Welche Veranstaltung das ist, wollte Keusch gestern noch nicht sagen.
Eine konstante Zahl von 15 bis 25 Veranstaltungen pro Jahr hat Keusch dennoch etabliert. Dazu gehören auch der „Musikantenstadl On Tour“ mit Andy Borg und die Veranstaltung „Lachen im König-Palast“ an gleich zwei Abenden.
Sorgenkind Eishockey
Mit Musik alleine wird der König-Palast nicht voll. Sorgen machen den Betreibern die Zuschauerentwicklungen in der Deutschen Eishockeyliga. Keusch: „Bis auf Köln haben alle mit einem Zuschauerrückgang zu kämpfen. Wir haben das Abschneiden der Pinguine natürlich sehr bedauert.“ Für die kommende Saison will der Hallenmanager in Zusammenarbeit mit den Pinguinen und den Fanclubs für eine vollere Halle sorgen. So soll es zum Auftaktspiel am 7. September eine große Party geben. Der vierte Geburtstag des König-Palastes im Dezember wird mit einer Eisdisco und Publikumslaufen zelebriert.
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