Krefeld: Stört Moschee Neubauprojekt?
VON BÄRBEL KLEINELSEN - zuletzt aktualisiert: 05.10.2007Krefeld (RPO). Am Verschubbahnhof baut die Islamische Vereinigung Krefeld eine Halle zu einer Moschee um. Pikant: Ab 2008 soll das Gebiet durch eine Promenade aufgewertet werden. Es sollen dort 220 Wohnungen entstehen.
Der Bau einer Moschee Am Verschubbahnhof in Oppum sorgt weiter für Diskussionen. Baudezernent Thomas Visser wies gegenüber der RP entschieden den Vorwurf zurück, die Bezirksvertreter Oppums nicht informiert zu haben. „Entsprechende Unterlagen sind den Fraktionen der Bezirksvertretung im Oktober 2003 zugeschickt worden. Außerdem ist der Antrag 2004 im Bauausschuss behandelt worden.“ Ausführlicher vorgestellt werden Planungen aber erst, wenn Bezirksvertreter Bedarf anmelden.
„Ich hätte es trotzdem besser gefunden, wenn wir einen kleinen Tipp von der Verwaltung bekommen hätten, welches Ausmaß das Bauvorhaben annimmt“, sagt Helmut Späth (SPD), stellvertretender Bezirksvorsteher. Auch deshalb, weil gegenüber der Moschee ab 2008 das Projekt „Krefelder Promenade“ anlaufen soll. Auf dem ehemaligen Bahngelände plant die Aurelis Real Estate Management GmbH bekanntlich eine Bebauung mit 220 Wohnungen. Durch viel Grün und kleine Wohneinheiten soll das zurzeit wenig ansehnliche Gebiet deutlich aufgewertet werden. Als „einmalige Chance für Oppum“, bezeichnet denn auch Bezirksvorsteher Karl-Heinz Borghoff (CDU) das Projekt. Als problematisch galt bisher die Nähe zum Gewerbe am Dießemer Bruch. Nun kommt auch die Sorge hinzu, die Moschee könnte expandieren und es könnten Minarette gebaut werden. „Das Thema werden wir in der kommenden Sitzung aufgreifen“, sagt Borghoff. Und Späth ergänzt: „Wir werden darauf drängen, dass für dieses Gebiet ein Bebauungsplan aufgestellt wird, um solche Entwicklungen zu verhindern.“
Die Aurelis GmbH wusste von der benachbarten Moschee bislang nichts. Susanne Heck, Sprecherin des Unternehmens: „Grundsätzlich bewerten wir das als unkritisch für unsere Absichten. Wir werden aber das Gespräch mit der Stadtverwaltung suchen, um uns darüber zu informieren, welche Maßnahmen weiterhin geplant sind.“
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