Krefeld: Streikende Studenten erarbeiten Konzept
VON SVEN DURGUNLAR - zuletzt aktualisiert: 24.11.2009Krefeld (RPO). Allmählich wird es im Hörsaal wohnlich: Seit geschlagenen zwei Wochen besetzen Studenten der Hochschule Niederrhein einen Mönchengladbacher Hörsaal. Mit eigenen Möbeln und Kisten voll frischem Gemüse hat es sich eine Gruppe Studenten im Hörsaal bequem gemacht.
Sie wollen bessere Studienbedingungen und die Abschaffung der Studiengebühren erkämpfen. Jetzt stehen die Studenten kurz vor Fertigstellung eines Konzepts, wie die Lehre reformiert werden kann.
"Das Konzept klingt vielversprechend", sagt Asta-Sprecherin Christina Rodenbeck. In der kommenden Woche wollen die Studenten ihre Vorschläge der Hochschulleitung unterbreiten.
Krefelder Studenten streiken nicht
Das Zentrum der Studentenproteste spielt sich nach wie vor in Mönchengladbach ab. In Krefeld, wo rund die Hälfte der Studenten beheimatet ist, laufen alle Veranstaltungen planmäßig weiter. "Aus Krefeld gibt es kaum Beteiligung an den Protesten", sagt Rodenbeck. Dennoch seien die Probleme, auf die die Studenten aufmerksam machen wollen, sowohl in Mönchengladbach als auch in Krefeld aufgetreten.
Einer der Gründe, weshalb sich kaum Krefelder Studenten an den Hochschul-Protesten beteiligen, sei der hohe Leistungsdruck zahlreicher Krefelder Studienfächer – darunter Wirtschaftsingenieurwesen, Elektrotechnik und Maschinenbau. Besonders zu leiden hätten Studenten der Studienfächer Oecotrophologie und Textiltechnik – beide sind in Mönchengladbach ansässig.
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