Krefeld: Studenten präsentieren Erfindungen
VON GESA FUCHS - zuletzt aktualisiert: 21.01.2010 - 17:47Krefeld (RPO). Daniel Düsentrieb lässt grüßen: Donnerstag und Freitag präsentieren insgesamt 28 Studententeams der Hochschule Niederrhein auf dem Krefelder Campus Süd die technischen „Früchte“ des Wintersemesters.
Die angehenden Ingenieure des Maschinenbaus und der Verfahrenstechnik lösten unter den Vorgaben „Optimierung“, „Umwelt schonen“, „Kosten reduzieren“ und „innovative Produkte“ Aufgaben, die von 16 Unternehmen der Region und Professoren der Hochschule Niederrhein angeregt und betreut wurden. Zur Verfügung standen jedem Team lediglich 500 Euro.
„Noch nie waren es so viele Projekte wie in diesem Jahr“, sagt Pressesprecher Rudolf Haupt und freut sich auf den heutigen Besuch: Zwei Professoren aus China hatten in der Vergangenheit die Krefelder Projekttage besucht und sie daraufhin an ihrer Heimatuniversität umgesetzt. Heute kommen sie auf Stippvisite zur Hochschule Niederrhein. Für alle Interessierten sind die Tore dort von 9 bis 14 Uhr geöffnet.
Kein kalter Kaffee
Frischer Kaffeeduft empfängt die Besucher der Erfindermesse: Ein sechsköpfiges Team hat sich für einen Hersteller von Kaffeeröstmaschinen der Optimierung einer solchen Maschine angenommen. „Wir haben den ganzen Apparat, der beispielsweise bei Dallmayr in München stehen könnte, auseinandergenommen und jedes Teil auf seinen Optimierungsgrad hin untersucht“, sagt Student Christian Dufhaus. Das Ergebnis ist ein Gerät, das 36 Prozent Einsparungspotenzial birgt.
Fürs Bierchen daheim
Ein weiteres Team fühlte sich dem Obergärigen verpflichtet. „Unser Mentor ist selbst Hobbybrauer“, erzählt Student Bastian Skobis. So kamen die Jungs auf die Idee, durch den Bau eines „Behälters für Mikroorganismen zur Umwandlung organischer Verbindungen“ – sprich für das so genannte Maischen – den Brauprozess zu vereinfachen. Gleumes unterstützte das Projekt mit Hopfen und Malz.
Luftiger Transport
Durch den Raum brausen kann der Prototyp eines Luftkissenfahrzeugs, das durch vier Luftkissen zum Lastenausgleich fähig ist und beispielsweise bei Naturkatastrophen auf nicht befahrbarem Gelände Versorgungsmaterial transportieren kann – auch über Eis und Wasser.
Wasser für 2000 Elefanten
Ebenfalls für den Transport, allerdings in anderer Größenordnung, kann das Wasserkissen eingesetzt werden, das – ähnlich einem Luftkissen – eine Last von bis zu 800 Tonnen transportieren kann. „Das entspricht ungefähr 2000 Elefanten“, lacht einer der zukünftigen Ingenieure des Teams.
Lego für die Schultafel
Lego-Fans fordert das Modell einer Tafelputzmaschine aus Teilen der Serie „Lego Mindstorms“ zum Nachbauen heraus. „Verbessern mussten wir das Gerät nur bei der Stromversorgung“, erklärt ein Student, „die sechs Batterien waren nach einmal Tafelwischen leer.“
Mobiler Roboter
Im Getränkemarkt kann der mit einem Miniatur-Kasten Killepitsch bestückte mobile Roboter eingesetzt werden, der durch optische Erkennung seine Anlaufstelle findet und die Getränkekisten „übergibt.“
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