Krefeld: Studiengebühren: Der Streit ist beigelegt
VON INGE SCHNETTLER - zuletzt aktualisiert: 20.06.2009Krefeld (RPO). Hermann Ostendorf darf sein Wochenende in Ruhe genießen. Gestern hat das Düsseldorfer Wissenschaftsministerium dem Rektor der Hochschule Niederrhein bescheinigt, dass er seine Hausaufgaben zufriedenstellend erledigt hat.
Von Pinkwart gerügt
Für 6,5 Millionen gebunkerte Euro aus den Studiengebühren hatte Ostendorf innerhalb einer kurzen Frist Verwendungsnachweise vorlegen müssen. Dagegen hatte er sich beharrlich gewehrt. Er wollte das Geld langfristig in die Schaffung neuer Stellen für Professoren und Wissenschaftliche Mitarbeiter investieren. Deshalb war er von den Studenten der Hochschule kritisiert und von Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart gerügt worden: "Studienbeiträge sind dazu da, Studium und Lehre zu verbessern. Ein Ansparen dieser Gelder ist für uns nicht akzeptabel."
Nun ist das Problem vom Tisch. Das Rektorat hat angekündigt, das Geld, so wie gefordert, unmittelbar und zeitnah in die Ausstattung der Institute zu stecken. "Wir haben den Bericht der Hochschule Niederrhein ausgewertet und für gut befunden", sagte gestern der Pressesprecher des Wissenschaftsministeriums, André Zimmermann. Und weil das so ist, drohen dem Rektor der Hochschule Niederrhein keine rechtsaufsichtlichen Maßnahmen mehr. Die hatte Pinkwart angedroht, sollte das Rektorat seinen Anweisungen nicht Folge leisten. Er hatte sogar angekündigt, den Studierenden die Studiengebühren zurückzuzahlen oder aber in Zukunft zu reduzieren.
Ministerium hat ein Auge drauf
"Wir gehen davon aus, dass das Geld jetzt wirklich in die Hochschule fließt, damit die Studenten, die die Gebühren zahlen, auch davon profitieren", sagte André Zimmermann. Das Ministerium werde ein Auge darauf haben, dass die Gebühren, die im Wintersemester gezahlt werden, unverzüglich in die Hochschule investiert werden. "Da darf auf keinen Fall eine neue Bugwelle entstehen."
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