Krefeld: Täglich mehr Schlaglöcher
VON JOCHEN LENZEN - zuletzt aktualisiert: 07.01.2010Krefeld (RPO). Mit jedem Frosttag kommen neue Schadstellen auf Krefelds Straßen hinzu. Die genaue Anzahl verbirgt sich unter Schnee und Eis. Zurzeit sind vier Kolonnen unterwegs, um Gefahrenstellen wenigstens provisorisch zu beseitigen.
Es ist derzeit unmöglich zu sagen, wie viele Schlaglöcher sich auf Krefelds Straßen unter den Schnee- und Eisdecken auftun. "Fest steht, dass mit jedem Frosttag neue hinzukommen", sagt Hartmut Könner, Leiter des Fachbereichs Tiefbau. Diejenigen, die sichtbar sind und nicht bloß eine Schad-, sondern eine Gefahrenquelle darstellen, werden derzeit provisorisch durch Kalt-Asphalt geschlossen. Schlaglöcher ab vier Zentimeter Tiefe gelten als Gefahrenstellen und müssen sofort, spätestens aber am Tag nach der Entdeckung, beseitigt werden. Könner: "Wir können in diesen Tagen nur unserer Verkehrssicherungspflicht nachkommen. Dafür sind derzeit vier Kolonnen unterwegs."
Wo sind Löcher?
Melden Sie uns Schlaglöcher in Ihrer Straße oder auf Ihrem Weg zur Arbeit – oder noch besser: Senden Sie uns auch ein Foto zu, per E-Mail an redaktion.krefeld @rheinische-post.de, Stichwort "Schlagloch". Innenstadt und Fußgängerzonen werden von der Stadt wöchentlich nach Schäden überprüft. Straßen und Wege in den anderen Bereichen kontrollieren die Begeher im zwei- oder dreiwöchigen Rhythmus.
Straßensanierung ist ohnehin eine Sisyphusarbeit. Durch jährlich etwa 6000 Neumeldungen von Schadstellen – darunter etwa die Hälfte Gefahrenstellen – schiebt die Stadt seit Jahren in etwa die gleiche Menge von Schadstellen vom kleinen Schlagloch bis zu Kilometer langen Spurrillen vor sich her.
Nach allen Vorhersagen der Meteorologen wird dieser Winter länger dauern als im Vorjahr. "Die daraus resultierende hohe Zahl an Schlaglöchern werden wir nicht nur durch eigene Leute flicken lassen können", sieht der Tiefbauamtsleiter in die nähere Zukunft. Schon im vergangenen Jahr hatte die Stadt neben den 30 000 Euro für die eigenen Kräfte zusätzlich 60 000 Euro für zwei Fremdfirmen für das Beseitigen der Gefahrenstellen ausgeben müssen.
"Diese 90 000 Euro werden in diesem Jahr sicherlich übertroffen", meint Könner. Dieses Geld fehle dann für die normale Straßenunterhaltung, für die jährlich rund 1,3 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Wenn Schnee und Eis endgültig weggeschmolzen sind, wird der Zustand kontrolliert und Bilanz gezogen. "Dann sehen wir, welche Straßen über die Provisorien hinaus am dringendsten saniert werden müssen."
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