Krefeld: Termin für Einrichtung der Ostwall-Querung steht
VON SEBASTIAN PETERS UND SVEN DURGUNLAR - zuletzt aktualisiert: 12.11.2009 - 15:38Krefeld (RPO). Der Zeitplan steht: Am 25. Januar beginnt der Bau der oberirdischen Querung der Kreuzung Ostwall / St.-Anton-Straße. Der bisher genutzte Tunnel unter der Straße sorgt seit Jahren für Kritik. Zuletzt hatte die Sperrung der Rolltreppen für Unmut bei Passanten gesorgt.
Der Termin für den Beginn der Bauarbeiten war mehrmals verschoben worden. Jetzt soll der Plan allerdings konkret sein: Innerhalb weniger Tage sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Bereits am 1. Februar soll die neue Ampelanlage in Betrieb genommen werden.
Wegen der Verkehrsbelastung scheidet allerdings einer der vier Fußgängerüberwege aus - die südliche Querung des Ostwalls. Dies bestätigte Hartmut Könner, Leiter des Krefelder Tiefbauamtes. Grund sei, dass die Kreuzung wegen der Verkehrsbelastung auf dem Ostwall schwer planbar sei. Ein Übergang vom Kaufhof zum ehemaligen Mannheimer-Haus sei deshalb ausgeschlossen.Die Querungen sind nur für Fußgänger zu benutzen. Radfahrer müssen, sofern sie den Ostwall an der St.-Anton-Straße queren wollen, auf jetzigem Wege die Straße auf der Autospur überqueren.
Ursprünglich wollte der Fachbereich Tiefbau die Kreuzung die Ampelanlage mit Geldern aus dem Konjunkturpaket finanzieren. Dafür wurde jedoch keine Genehmigung erteilt. Der Rat beschloss daraufhin, 150.000 Euro für die Kreuzung bereitzustellen. Das Vergabeverfahren ist abgeschlossen.
Offen ist noch, was aus der Ostwall-Unterführung wird. Bisher ist sie als Fußgängerweg von Süden in Richtung Hauptpost noch nötig. Wenn die ebenerdigen Querungen kommen und der Kaufhof schließt, gibt es für die Unterführung kaum noch eine Daseinsberechtigung. Dennoch wurde am vergangenen Wochenende eine Rampe des Parkhauses ausgebessert.
Knapp 30 Ladenlokale (Läden, Apotheken, Arztpraxen, Dienstleistern und Hauptpost) liegen auf der östlichen Seite des nördlichen Ostwalls, der durch die Unterführung” wie auch von jeglichem Sanierungsfortschritt des übrigen Ostwalls abgeschnitten ist. „Wir brauchen die ebenerdige Querung so schnell wie möglich”, sagen die drei Einzelhändler Werner Wüstenberg, Friseur Reza Heidari und Guido Kanters.
Seit Stilllegung der Rolltreppen hätten sie rund 25 Prozent Umsatzeinbußen zu beklagen. Anstelle der Unterführung für Fußgänger unter dem Ostwall soll künftig eine oberirdische Überquerung der Straße möglich sein. Dazu werden die Bordsteine gesenkt und Fußgängerampeln installiert. Der Fußgängertunnel soll allerdings weiterhin nutzbar sein.
Eine endgültige Entscheidung darüber, wie mit dem Tunnel und den defekten Rolltreppen verfahren werden soll, steht noch aus. "Die Unterführung bleibt so lange offen, bis es eine verbindliche Entscheidung über das Horten-Gebäude gibt", sagt Stadtsprecher Timo Bauermeister.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



