Krefeld: TKN – Treffen mit Finnen in Krefeld
zuletzt aktualisiert: 25.01.2012 - 11:25Krefeld (RP). Manager von ThyssenKrupp und dem finnischen Stahlkonzern Outokumpu sowie Arbeitnehmer-Vertreter von ThyssenKrupp Nirosta haben sich gestern zu einem zweistündigen Gespräch in Krefeld getroffen.
Die Vorstellungen über die Zukunft der Edelstahlsparte gingen "deutlich auseinander", sagte gestern Bernd Kalwa, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats von ThyssenKrupp Nirosta, auf Anfrage unserer Zeitung; es sei Stillschweigen über Inhalte des Gesprächs vereinbart worden; das nächste Treffen soll am Donnerstag stattfinden.
Die Gesprächsatmosphäre bezeichnete Kalwa als "sachlich und klar". Hintergrund: ThyssenKrupp will seine Edelstahlsparte Inoxum an Outokumpu verkaufen. Inoxum hat weltweit 11 000 Mitarbeiter; davon arbeiten 4000 in Deutschland und 2100 in Krefeld. Befürchtet wird, dass die Finnen kurzfristig mindestens die sogenannte Flüssigphase in den Werken in Krefeld und Bochum schließen wollen – davon wären je 500 Jobs an beiden Standorten betroffen.
Der Betriebsrat fordert Zusagen, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen gibt, dass die Flüssigphasen in Bochum und Krefeld sowie alle Standorte erhalten bleiben und Investitionszusagen eingehalten werden, insbesondere die Verlegung des Benrather TKN-Werkes nach Krefeld.
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