Krefeld: Trianel prüft Gaskraftwerk als Alternative
zuletzt aktualisiert: 01.12.2010Krefeld (RPO). Die Gesellschafter von Trianel, zu der auch die Stadtwerke Krefeld (SWK) gehören, sind sich in der jüngsten Versammlung nach Informationen unserer Zeitung einig geworden, dass Trianel die Machbarkeit eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks (GuD) in Krefeld untersuchen soll.
Trianel-Sprecher Elmar Thyen bestätigte dies gestern: "Wir haben den Auftrag, alle Optionen komplett zu berechnen. Dazu gehört jetzt auch wieder das GuD-Kraftwerk." Bisher schied die Option im Chempark als Option stets aus. Thyen: "Die Banken verlangten langfristig gute Lieferverträge, die gab es bei Gas lange nicht. Das sieht jetzt wieder anders aus." Damit steigen die Chancen, dass im Uerdinger Chempark ein GuD-Kraftwerk anstelle des umstrittenen Kohlekraftwerks gebaut wird. Thyen sagte auch: "Ziel bleibt die Genehmigung des Kohlekraftwerks."
Konkret lautet der Auftrag der Gesellschafter, dass Trianel die technische und wirtschaftliche Grobplanung für ein Gaskraftwerk erstellen soll. Dies bedeute aber nicht definitiv ein Ende des geplanten Kohlekraftwerkes, sagt Carsten Liedtke, Vorstandsmitglied der Stadtwerke Krefeld. "So weit ist es noch lange nicht. Gas ist eine Option, aber es gibt noch Hürden zu überwinden."
Vorausgegangen war ein Antrag der Grünen im Krefelder Stadtrat am 4. November – der Rat beschloss damals mit den Stimmen von Grünen und CDU, dass die Krefelder Stadtverwaltung den Vorstand der Stadtwerke Krefeld beauftragen solle, eine Machbarkeitsstudie für ein GuD-Kraftwerks zu erstellen. Die SWK hat diesen Auftrag jetzt in das Gremium der Trianel-Gesellschafter weitergetragen. Rolf Rundmund, Grünen-Ratsherr und Aufsichtsratsmitglied der SWK, ist sicher: "Wenn das Bundesverfassungsgericht die Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke genehmigt, bedeutet dies das Ende des Steinkohlekraftwerks."
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