Krefeld: Trianel will Kraftwerk schon Ende 2010 bauen
zuletzt aktualisiert: 22.12.2009Krefeld (RPO). Der Kraftwerk-Investor Trianel rechnet fest damit, dass der Krefelder Stadtrat im Januar das "gemeindliche Einvernehmen" für den Bau des Kohlekraftwerks im Chempark erteilt. Vorher muss ein Gutachter im Auftrag der Stadt überprüfen, ob dafür ein neuer Bebauungsplan erstellt werden muss.
Bei der Eröffnung des Büros am Montag im alten Pfarrheim von St. Matthias Hohenbudberg an der Dorfstraße 4 sagte Sven Becker, Sprecher der Trianel-Geschäftsführung: "In den überarbeiteten Antragsunterlagen ist insbesondere dem Wunsch des Stadtrats Rechnung getragen worden, die Steinkohle über den neu zu errichtenden Anleger des Krefelder Hafens anzuliefern."
Martin Hector, Geschäftsführer der Trianel Kohlekraftwerk Krefeld GmbH (TKK), hat den Zeitplan präsentiert. Die Antragsunterlagen sollen im Frühjahr 2010 ausgelegt werden, im Sommer 2010 soll der Erörterungstermin folgen, mit der Genehmigung zum Bau rechnet Trianel im vierten Quartal 2010. Der Baubeginn soll sich unmittelbar daran anschließen.
Fragen der Bürger will Trianel ab dem kommenden Jahr im neuen Büro beantworten. Die vom Bistum Aachen angemieteten Räume bieten auf 52 Quadratmetern in zwei Räumen Platz für drei bis vier Mitarbeiter. Trianel-Unternehmenssprecher Elmar Thyen sagte gestern bei der Eröffnung: "Die Kirche hat keine zwei Minuten gezögert, uns diese Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Wir waren uns bewusst, dass die Anmietung kirchlicher Räume ein Politikum ist."
Bezirksvorsteher Elmar Jakubowski (CDU) sprach für die Politik ein Grußwort zu den Trianel-Verantwortlichen: "Alle Argumente sind ausgetauscht, Sie sind hier, jetzt haben Sie die volle Unterstützung der Uerdinger Bezirksvertretung." Trianel-Vorstandssprecher Becker wertete das Jahr 2009 in seiner Ansprache als großen Fortschritt für das Kraftwerk: "Das Projekt wurde in den vergangenen Monaten auf einen guten Weg gebracht."
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