Krefeld: Turmspitze frühestens 2011
VON MAXIMILIAN PLÜCK - zuletzt aktualisiert: 14.12.2007Krefeld (RPO). Seit knapp vier Jahren fehlt der St. Dionysius-Kirche im Herzen Krefelds die Haube. Zumindest das Gemäuer selbst könnte mit Geld von Pfarrgemeinde und Bistum erneuert werden. Für die Kupferhaube fehlen aber noch Spenden.
Während der mögliche Verkauf von Grundstücken der Pfarrgemeinde St. Dionysius bei einigen Krefeldern die Hoffnung auf einen schnellen Wiederaufbau der Turmspitze genährt hat, wird das Krefelder Wahrzeichen nach Ansicht von Experten wohl frühestens in drei Jahren wieder vollständig sein. „Und das auch nur, wenn alles optimal läuft“, meint Franz-Joseph Greve, Vorsitzender des Vereins „Krefelder Wahrzeichen“.
Zwei Bauabschnitte
Architekt Karl-Heinz Petermann erklärte, dass sich die Bauphase in zwei Abschnitte aufteilen werde: Zunächst muss am Turm selbst das so genannte Oktogon saniert werden. Erst dann weicht im zweiten Bauabschnitt das provisorische Holzdach und macht einer neuen, kupfernen Haube samt Turmspitze Platz. Wie diese konstruiert ist und wie viel sie am Ende kostet, dafür gibt es bislang nur grobe Schätzungen. „Wir gehen derzeit von rund 500 000 Euro für die Sanierung des Turmes und in etwa von dem gleichen Betrag für eine neue Turmspitze aus“, so Greve. Architekt Petermann rechnet gar mit über einer Millionen Euro.
Das Bistum wird für die Sanierung des Oktogons Zuschüsse bereitstellen. Der Rest stammt aus dem Verkauf von Grundstücken der Pfarrgemeinde in Nachbarschaft zum Papst-Johannes-Haus. „Die Maßnahmen am Oktogon lassen sich mit den Erlösen gut finanzieren“, erklärte Greve.
Bei der Kupferspitze sieht es da schon weniger rosig aus. Da sie selbst nur „Schmuck“ ist, muss sie ausschließlich mit Spenden finanziert werden. Und genau das ist der Haken: Noch ist nicht genügend Geld zusammengekommen. Bistums-Sprecher Elmar von Reth sagte aber im Gespräch mit der Rheinischen Post, dass es vernünftiger sei, auch mit der Restaurierung des Oktogons so lange zu warten, bis die Finanzierung der Turmspitze gesichert sei. Da St. Dionysius bei Investitionen dieser Größenordnung die Zustimmung des Bistums braucht, könnte es zu Verzögerungen kommen. Dann würde der von Greve skizziert Zeitplan bis 2011 nicht mehr hinhauen. Bis zur endgültigen Entscheidung wird der Turm wohl noch eingerüstet und ohne Spitze bleiben. Für das Gerüst fallen im Übrigen keine Kosten an. Der Besitzer hat es der Pfarrgemeinde kostenlos überlassen.
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