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Krefeld: Unfälle: So wenige wie noch nie

VON MARTIN RÖSE - zuletzt aktualisiert: 09.02.2010

Krefeld (RPO). Das Jahr 2009 war das in Krefeld sicherste im Straßenverkehr seit Einführung der Verkehrsunfallstatistik. Die Zahl der Verkehrstoten sank auf ein historisches Tief. Die Zahl der Verletzten blieb auf niedrigem Niveau.

Das Wort "Rekord" mag der Leiter der Krefelder Verkehrsdirektion im Zusammenhang mit der Verkehrsunfallbilanz nicht gerne hören. "Jeder Verletzte, jeder Tote ist einer zu viel. Da passt das Wort Rekord nicht", sagt Karl-Josef Klauer. Somit ist das abgelaufene Jahr aus Sicht der Polizei zwar kein Rekordjahr, aber das bislang wohl erfreulichste. Die Zahl der Verkehrstoten ist mit zwei so niedrig wie noch nie. Zum Vergleich: In den 70er Jahren waren stets zwischen 20 und 40 Verkehrstote in Krefeld zu beklagen.

Und: Nur im Jahr 2006 gab es schon einmal weniger als die 140 Schwerverletzten, die die Polizei im vergangenen Jahr registrierte. Zu denen zählt die Polizei übrigens jeden stationären Krankenhausaufenthalt nach einem Unfall, also auch einen simplen Armbruch.

Die Zahl der verunglückten Radfahrer ist mit 328 auf dem niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Und für die Polizisten besonders wichtig: Nur 83 Jungen und Mädchen wurden als Fußgänger oder Radfahrer im Straßenverkehr verletzt. So wenige wie nie – sieht man vom Jahr 2008 ab, als es 82 waren.

Fußgängerzonen statt Straßen?

Der Leiter der Verkehrsdirektion macht den Krefeldern deshalb ein Kompliment: "Insgesamt wird in der Stadt langsamer und vorsichtiger als noch vor zehn Jahren", sagt Klauer und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: "Ich weiß allerdings nicht, ob das an unseren Geschwindigkeitskontrollen oder am schlechten Zustand der Krefelder Straßen liegt."

Trotz der guten Zahlen bereitet der Polizei eine Entwicklung Sorgen: dass der Anteil der Generation 65+ in den nächsten Jahren deutlich steigen wird. "Damit kriegen wir ein Problem", sagt Klauer. "Künftig müssen die Straßenräume anders gestaltet werden, damit die Senioren im Straßenverkehr nicht überfordert würden." Ganze Straßenzüge müssten möglicherweise zu Fußgängerzonen umfunktioniert werden – bei einem geplanten Zeitraum von 20 bis 30 Jahren müsse damit jetzt begonnen werden.

Quelle: RP

 
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