Krefeld: Vergewaltigte Onkel minderjährige Nichte?
zuletzt aktualisiert: 02.03.2007Krefeld (RPO). „Ich hatte zu viel getrunken!“ versuchte gestern der 41-Jährige als Erklärung dafür anzuführen, dass er im Herbst 2005 seine 13-jährige Nichte vergewaltigt hatte. Die Erste Große Strafkammer des Landgerichts Krefeld eröffnete gestern den Prozess gegen den Lagerarbeiter aus Breyell, dem vorgeworfen wird, sich von 2003 bis 2006 zwölf Mal an seinen minderjährigen Nichten Sandra und Alexandra (Namen v.d. Redaktion geändert) vergangen zu haben.
Der ledige Mann wohnt nahe bei der Wohnung der Familie der Kinder, die einen sehr regen und guten Kontakt zu ihm haben, wie auch die Eltern betonten. Nahezu jedes Wochenende habe wenigstens eines der Mädchen, manchmal auch beide bei dem Onkel übernachtet. Freimütig bekannte sich der Angeklagte zu dem Geschehen im Oktober 2005. Sandra (13) sei zum Übernachten bei ihm gewesen, schilderte er stockend.
Als man zu Bett gehen wollte, habe er in betrunkenem Zustand das Mädchen gefragt, ob sie mit ihm schlafen wolle. Als sie verneinte, habe er sich zu ihr auf die Schlafcouch gelegt und sie vergewaltigt. Danach habe er das Mädchen mit leichter Gewalt in sein Schlafzimmer gebracht und sie zu weiteren sexuellen Handlungen gezwungen. Als sich infolge des Alkoholspiegels bei ihm kein Erfolg einstellte, sei er „mit einem Schlag stocknüchtern“ geworden und habe von Sandra abgelassen.
Er selbst habe sich den Eltern offenbaren und sich der Polizei stellen wollen, aber Sandra habe das nicht gewollt. Sie übernachtete auch weiterhin regelmäßig bei ihrem Onkel. Die Anklagepunkte bezüglich der jüngeren Schwester Alexandra bestreitet der Angeklagte. Die beiden Mädchen machen zur Zeit eine Therapie, um das Geschehen zu verarbeiten.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







