Krefeld: Warmes Wasser in Arbeitsagentur abgedreht
zuletzt aktualisiert: 30.07.2009Krefeld (RPO). Viele Mitarbeiter der Agentur für Arbeit sind empört: Seit einigen Tagen gibt es in den Sanitätsräumen des Gebäudes an der Philadelphiastraße kein warmes Wasser mehr. Damit sollen Kosten gespart werden, erklärt Pressesprecherin Anja Knoblich. Nach massiven Beschwerden hat sich Brigitte Weyers, Verdi-Vertrauensfrau und Vorstandsmitglied im Landesfachgruppenverband für Arbeitsverwaltung, an die zuständige Service-Abteilung in Düsseldorf gewandt. "Ich habe dringend darum gebeten, dass die Maßnahme rückgängig gemacht wird – nicht zuletzt aus aktuellen hygienischen Gründen."
Im Gebäude herrsche viel Kundenverkehr, auch Schulklassen besuchen die Agentur. "Sie und alle Mitarbeiter müssen gerade in Zeiten von Schweinegrippe die Möglichkeit haben, sich mit warmem Wasser die Hände zu waschen", fordert Weyers. Ungerecht sei insbesondere, dass die Mitarbeiter am Standort der Arge am Fütingsweg über warmes Wasser verfügen. Die Agentur für Arbeit will es allerdings bei kaltem Wasser belassen. "In anderen Agenturen gibt es auch kein warmes Wasser in den Toiletten. Dies ist auch in den Planungsrichtlinien nicht vorgesehen", heißt es. Die Arbeitsstättenrichtlinien forderten lediglich fließendes Wasser, sagt Anja Knoblich. Und vorbeugend gegen Schweinegrippe empfehle das Robert-Koch-Institut lediglich gründliches Waschen der Hände mit Seife – nicht jedoch ausdrücklich mit warmem Wasser.
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