Krefeld: Warten auf die Dio-Spitze
zuletzt aktualisiert: 17.01.2007Krefeld (RPO). Sozusagen „in Wartestellung“ haben sich die Mitglieder des Vereins „Krefelder Wahrzeichen“ getroffen, die sich bemühen, dem Turm der Dionysiuskirche wieder zu einer Spitze zu verhelfen. „Wir müssen die Entwicklung abwarten, ehe wir mit dem Spendensammeln erneut durchstarten“, stellte Vorsitzender Franz-Joseph Greve fest, der als Versammlungsort die Orgelempore von St. Dionysius ausgesucht hatte. Architekt Karl-Heinz Petermann stellte Perspektiven des Projekts vor, die allerdings sehr weiträumig sind. „Es kommt immer mal wieder was herein“, berichtete Greve, als über den Stand der Spenden und Finanzen gesprochen wurde. Fast 180 000 Euro ruhen in der Kasse des Vereins, so Schatzmeister Wolfgang Gabbert. Das Geld wartet auf den Einsatz. Wenn der kommt, werden allerdings rund 550 000 Euro gebraucht, um den Turm wieder mit einer Spitze zu bekrönen, hatte Petermann kalkuliert, der die Kirche als Bausachverständiger seit Jahren betreut.
Zunächst gelte es, Mauerwerk und Naturstein-Maßwerk unterhalb der Turmspitze instand zu setzen. Die Kosten dafür, rund 400 000 Euro, müssten sich Kirchengemeinde und Bistum teilen. Dann könne darauf ein neues Stahlgerüst für die Spitze aufgebaut werden. Dieses Gerüst wiederum werde mit einer Holzverschalung umgeben. Petermann: „Das war früher nicht der Fall – ein großer Fehler.“ Auf das Holzgerüst werde die Kupferhaube montiert, um das vertraute Bild des Wahrzeichens wiederherzustellen.
Das große „Aber“ sprach Greve unumwunden aus: „Wir haben kein Geld.“ Pfarre und Bistum warten auf den Verkauf des Geländes von Papst-Johannes-Haus und angrenzender Immobilien. Der Kaufvertrag mit der Volksbank sei unterschrieben. Der werde aber erst wirksam, wenn die Stadt in einem neuen Bebauungsplan die Rechtsgrundlagen für die veränderte Nutzung des Grundstücks schaffe. Erst dann werde Geld fließen und mit dem Bau begonnen werden können.
Der günstigste Zeitplan sieht so aus: Bebauungsplan bis Herbst 2007, Bauarbeiten an der Turmspitze bis Herbst 2008, anschließend Wiederherstellung der Spitze. Greve: „ Sobald klar ist, dass die Reparatur beginnt, werden wir auch wieder die Trommeln rühren, um Spenden zu bekommen.“
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