Krefeld: Weihnachtslicht-Debatte: Stadtmarketing setzt auf Christbäume
VON SEBASTIAN PETERS - zuletzt aktualisiert: 06.11.2009Krefeld (RPO). Für den neuen Stadtmarketing-Chef Ulrich Cloos sind winterliche und weihnachtliche Beleuchtung keine Widersprüche. Die Weihnachtsbeleuchtung mit ihrer Symbolik werde in dieses Konzept integriert.
In der Diskussion um die Nutzung religiöser Symbole in der Weihnachtswerbung hat am Donnerstag der Krefelder Stadtmarketing-Chef Ulrich Cloos Stellung bezogen. Für ihn habe die weihnachtliche Beleuchtung in Krefeld weiterhin einen hohen Stellenwert. Er erkenne es aber an, dass sich die Straßenzüge in Krefeld ein eigenes Profil geben. "Die Straßengemeinschaften engagieren sich sehr."
Die Werbegemeinschaft hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, dass sie auf winterliche statt weihnachtlicher Beleuchtung setzt. Franz-Joseph Greve, Chef der Werbegemeinschaft, hatte mitgeteilt, dass er ganz persönlich gegen die Verwendung von religiösen Elementen für Marketing-Zwecke wie eine City-Beleuchtung sei.
LED-Lichter
In der Umstellung auf LED-Technik sieht Ulrich Cloos große Chancen für die Lichtgestaltung in der Krefelder City. Bis 2012 soll die LED-Technik umgesetzt werden. Schon jetzt setzt die Stadt bei den Ampeln auf LED-Technik.
Ab dem Jahr 2012 dürfen Glühbirnen nicht mehr verwendet werden. Die vorhandene Weihnachtsbeleuchtung wird sukzessive auf LED-Leuchtkörper umgestellt.
Ulrich Cloos ist sicher, dass Krefeld auch in diesem Jahr Weihnachtsstimmung ausstrahlt. Er verweist auf die sechs aufgestellten großen Weihnachtsbäume in der Innenstadt (fünf mehr als im Vorjahr!), drei auf dem Ostwall, einer auf der Neusser Straße, einer auf dem Weihnachtsmarkt und einer auf dem Neumarkt. Bezahlt worden seien diese Bäume von den Straßengemeinschaften.
Winterliche und weihnachtliche Beleuchtung sind für ihn keine Widersprüche. Beide Aspekte seien im "Lichtkonzept Innenstadt" berücksichtigt, dass die Stadt gemeinsam mit Stadtwerken und Werbegemeinschaft derzeit erarbeitet. Bestandteil dieses Konzeptes sei eine Winterbeleuchtung, die in enger Abstimmung mit der Werbegemeinschaft und den Straßengemeinschaften geplant wird.
"Die Weihnachtsbeleuchtung mit ihrer Symbolik wird in dieses Konzept integriert, so dass von einer Verdrängung in keiner Weise gesprochen werden kann," stellt Ulrich Cloos fest. Veranstaltungen wie das "Einkaufen bei Kerzenschein" am 21. November oder der Krefelder Weihnachtsmarkt würden zeigen, wie wichtig Licht in der Innenstadt ist.
Die Diskussion um die Weihnachtsbeleuchtung ist Ulrich Cloos' erste Amtsprobe. Der gebürtige Gocher, der auch schon in Kleve arbeitete, ist erst seit wenigen Tagen im Amt. Oberbürgermeister Gregor Kathstede ernannte den 42-Jährigen zum Nachfolger von Jürgen Jacobs.
Im März dieses Jahres war Jacobs unerwartet im Alter von 51 Jahren gestorben. Ulrich Cloos ist seit Oktober 2004 stellvertretender Leiter im Büro des Oberbürgermeister und kümmerte sich dort in der Vergangenheit hauptsächlich um Wirtschaftsfragen. In der Krefelder Stadtverwaltung ist Cloos schon seit 1990 tätig.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







