Krefeld: Wichtige Aufgaben für den neuen Rat
VON SEBASTIAN PETERS, JENS VOSS UND KATRIN WANDEL - zuletzt aktualisiert: 02.11.2009Krefeld (RPO). Am Donnerstag tagt erstmals der neue Krefelder Stadtrat. Die RP fragte Industrie- und Handelskammer, Arbeitskreis Bürgervereine, Stadtsportbund und Kinderschutzbund nach den Wünschen an die Politik: Was muss Krefelds Rat in der neuen Legislaturperiode leisten? Die Wunschliste aus den Krefelder Vereinen und Verbänden ist lang.
Dr. Dieter Porschen, IHK-Hauptgeschäftsführer, verlangt von der Krefelder Politik besonders, eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur bereitzustellen. "Der sechsspurige Ausbau der A 57 ist unumgänglich, eine bessere Verkehrsanbindung Richtung Norden über die B 288 ebenso wie in Richtung Süden durch eine Verbindung zur A 57 sind erforderlich", sagt er. Weiterhin fordert er von der Politik eine "nachhaltige Unterstützung bei den anstehenden Genehmigungsverfahren" für das Steinkohlekraftwerk. Drittens solle Krefeld seinen Lagevorteil ausbauen und mit Willich und Meerbusch ein interkommunales Gewerbegebiet an der A 44 bereitstellen.
Gebäudemanagement
Auch Otto Pütz, seit seit zweieinhalb Jahrzehnten Vorsitzender des Stadtsportbundes Krefeld und seit fast 40 Jahren Mitglied im Sportausschuss der Stadt, hat drei Wünsche an den neuen Rat. "Erstens, dass die Sportförderung genauso gut bleibt wie bisher", sagt der Uerdinger. Außerdem hofft er, dass die Zentralisierung des Gebäudemanagements ausbleibt. Er will für die Unterhaltung der Sportstätten weiter eigene Handwerker und Ingenieure einsetzen. "Sonst leiden Leistung, Schnelligkeit und ob sich Kosten sparen lassen, wage ich zu bezweifeln", sagt er. "Und wir brauchen dringend ein Sportbad und sollten zügig mit den Planungen beginnen."
Detlev Siegert, Geschäftsführer des Kinderschutzbundes, wünscht sich vom Rat erstens eine Verbesserung der Qualität im Offenen Ganztag. "Mehr Personal und räumliche Verbesserungen." Weiter wünscht er sich mehr Angebote für Jugendliche im Alter von 11 bis 15 Jahren in Krefeld. "Wir Experten bemerken, dass es an Einrichtungen und Angeboten für diese Zielgruppe besonders mangelt, die Gruppe hängt in der Luft." Als dritten Punkt wünscht sich Siegert, dass Angebote für frühe Hilfen im präventiven Kinderschutz entwickelt und ausgebaut werden. "Es fehlt ein Konzept, das muss besser miteinander vernetzt werden."
Privates Engagement fördern
Hans Jürgen Herzog füllt für die Bürgervereine in Krefeld den Wunschzettel aus. Er ist bisher einziger Kandidat für den Vorsitz des Arbeitskreises Bürgervereine (AKB), der bald gewählt wird. Sein erster Wunsch: "Die Politik muss das private Engagement von Krefelder Bürgern besser fördern." Wichtig ist für ihn außerdem, dass die Politik einen Luftreinhalteplan für Krefeld verabschiedet und drittens, dass ein Generalverkehrsplan erstellt wird. "Der Rat muss endlich eine Lösung gegen den zunehmenden Lärm finden."
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