Serie: Zootiere: Wintermärchen für Servale aus Afrika
zuletzt aktualisiert: 13.09.2011Krefeld (RP). In unserer Serie "Zootiere" stellen wir die Bewohner vor, die im neuen Zookalender festgehalten sind. Das Dezember-Blatt ziert die Servale.
Die langen und harten Winter der letzten Jahre verwandelten den Zoo in ein Wintermärchen und bescherten Besuchern und Fotografen unvergessliche Momente. Hier spielen junge Servale völlig vertieft mit einem Eisklumpen auf dem zugefrorenen Wassergraben ihrer Anlage, anstatt das Gehege für einen Zoo-Spaziergang zu verlassen, was sie in diesem Moment gekonnt hätten. Ähnlich verspielt wie Hauskatzen nutzten die Jungtiere die Gelegenheit und rutschten vergnügt über die unbekannte, glatte Eisfläche.
In ihrer Heimat Afrika wird ihnen dieses Element nicht so schnell begegnen. Servale leben in Afrika in allen Typen von Gras- und Sumpfland. Ihr Körperbau mit den auffällig langen Beinen und großen Ohren macht ihnen die Jagd in ihrem Lebensraum leichter. Sie haben sich auf die Jagd von kleinen Säugetieren und Vögeln spezialisiert. Typisch für Servale ist der Beutesprung, bei dem sie alle Viere in der Luft haben und sich mit den Pfoten auf die Beute stürzen. Servale haben eine hohe Sprungkraft und können Vögel sogar aus der Luft fangen.
Bei der Jagd setzen sie auch ihr gutes Gehör ein. Immer wieder halten sie inne und lauschen auf das Rascheln oder Lautäußerungen ihrer Beutetiere. Ihre Fellzeichnung macht sie im hohen Gras nahezu unsichtbar. Ob Servale tag- oder nachtaktiv sind, hängt von den Störungen durch Menschen ab. Fühlen sie sich stark bedrängt, werden sie eher erst zu später Stunde aktiv und gehen auf die Jagd. Sonst bevorzugen sie die kühlen Stunden in der Morgen- und Abenddämmerung.
Der Zookalender ist für 9,90 Euro im Zooshop und im RP-Shop erhältlich. Telefon 0180 5355399, Mo–Fr 8–16 Uhr).
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