Krefeld: Zerstört Hafenbahn am Ufer den „Rheinblick“?
VON DIETER HILLA - zuletzt aktualisiert: 04.09.2007Krefeld (RPO). Der Unmut der Rheinblick-Investoren ist unüberhörbar: Seit vier Jahren planen sie das Projekt Rheinblick, das direkt am Uerdinger Rheinufer schicke Gebäude fürs Arbeiten und Wohnen vorsieht. Doch immer noch ist nichts passiert. Gestern führten sie mit Baudezernent Thomas Visser hierzu ein Gespräch. Anlass waren auch Sorgen hinsichtlich der Hafenentwicklung: Sollte im Hafen ein Steinkohleumschlag eingerichtet werden, könnte möglicherweise die alte Bahntrasse entlang des Rheins wiederbelebt werden, so fürchten viele Krefelder. „Für die Rheinblick-Leute wäre das mehr als negativ“, sagte CDU-Ratsherr Werner Näser, der im Rheinblick-Projekt engagiert ist. Denn wie ließe sich edles Wohnen umsetzen, wenn direkt vor den Fenstern die Kohlezüge vorbeirattern?
„Ich halte solche Pläne für Unfug. Das wird niemals möglich sein“, erklärte Uerdingens Bezirksbürgermeister Elmar Jakubowski (CDU). Der schönste Anblick am Rhein würde mit solch einer Bahnlinie zerstört. „Die Bürgerschaft und die Bezirksvertretung würden das niemals hinnehmen.“
Auch Baudezernent Thomas Visser lehnte auf RP-Nachfrage diese Pläne ab: „Es gibt bei uns hierfür keine Planung.“ Er könne sich solche eine Gleisführung auch nicht vorstellen. Das Rheinschlösschen sei wiederbelebt worden, die Rheinlust solle aktiviert werden, der Rheindeichsanierung hätten alle Gremien zugestimmt: Da sei eine Bahnlinie aus Sicht der Stadtentwicklung „Quatsch“, betonte Visser.
Und wie geht es mit Rheinblick weiter? „Das ist für mich weiterhin ein 1-A-Thema“, sagte Visser. „Das Projekt ist viel zu groß und zu gut, als dass die Stadt es so einfach weggeben kann.“ Die Stadt dürfe bei diesem Thema nicht locker lassen.
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