Krefeld: Zieht Telematik-Zentrum ins Ruhrgebiet?
VON JOCHEN LENZEN - zuletzt aktualisiert: 24.06.2008Krefeld (RPO). Den Gedanken von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), bis 2011 im Ruhrgebiet ein Zentrum für Lehre und Forschung im Gesundheitswesen zu etablieren, hält Rainer Beckers, Bereichleiter des Krefelder „Zentrums für Telematik im Gesundheitswesen“ (ZTG), für sinnvoll. Die notwendigen Umstrukturierungen sind nach seiner Auffassung machbar.
Dass in diesem Gesundheitscampus auch das ZTG mit seinen rund 15 Mitarbeitern einbezogen werden soll und den Campus Fichtenhain verlassen müsste, sei von den Geschäftsprozessen her kein Problem. „Als Mitarbeiter eines Telematikzentrum sind wir darauf eingestellt, standortunabhängig zu arbeiten“, sagt der Diplom-Gesundheitswissenschaftler. Allerdings müssten sich dazu grundsätzlich die 18 Gesellschafter der privaten ZTG-GmbH aus Unternehmen der Industrie, aus Krankenkassen, Kammern und Vereinigungen positionieren.
Ziel des ZTG ist es, den Einsatz von Telematik, also von Telekommunikations- und Informationstechnologien, im Gesundheitswesen – beispielsweise zwischen Arztpraxis und Krankenhaus – voran zu treiben. Die große Zukunftsaufgabe sei es, die Telemedizin in NRW zur Regelversorgung zu machen, sagt Beckers. In diesem Zusammenhang leitet die ZTG Krefeld die Testregion Bochum/Essen zur Einführung elektronischer Gesundheitskarten in NRW.
Die Idee eines Gesundheitsforums hält Beckers für ein richtiges Signal für die NRW-Gesundheitsbranche, die Kräfte in Zusammenarbeit aller Beteiligten zu bündeln und intensiv auszubauen. Er begrüßt insbesondere auch den wissenschaftlichen Anspruch durch die geplante Gründung einer Fachhochschule. Dort sollen rund 1000 Studienplätzen für Gesundheitsberufe wie Logopäden, Altenpfleger und Hebammen eingerichtet werden. „Es ist wichtig, dass sich die Gesundheitsberufe weiter qualifizieren und mit der technologischen Entwicklung vernetzt werden.“
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







