Krefeld: Zoo-Aufsichtsratschef versteht Afrikatag-Kritik
zuletzt aktualisiert: 06.05.2009Krefeld (RPO). Joachim C. Heitmann (FDP), Aufsichtsratschef des Krefelder Zoos, hat Dienstag Verständnis für die Kritik am Afrikatag im Zoo geäußert. Der Kameruner Vincent Djeumo aus Düsseldorf ärgert sich über die "klischeehafte" Darstellung des afrikanischen Kontinents in Krefeld.
Dienstag sagte Heitmann der RP: " Darauf, dass im Zoo ausgestellte Kunst aus Afrika als Beleidigung aufgefasst werden könnte, ist niemand von uns vorher gekommen. Jemand, der aus Afrika kommt, könnte sich aber diskreditiert fühlen. In Zukunft muss man dieses Thema sensibler angehen, es war einfach ein Stück Naivität und Freude, dass wir afrikanische Kunst zeigen können."
"Ich bin nicht drauf gekommen"
Der Krefelder Zoo veranstaltet am Donnerstag, 21. Mai, einen Afrikatag, bei dem er die Kultur Afrikas in vielen Facetten darstellen will, außerdem sind unter dem Titel "Shona" schon seit längerem afrikanische Skulpturen im Zoo zu sehen. Im Sommer 2006 und 2007 wurden im gesamten Zoo über 150 Shona-Skulpturen ausgestellt. Einige Statuen wurden dem Zoo gespendet und fügen sich nun in die Parklandschaft ein.
Dagegen protestiert der Afrikaner Vincent Djeumo, der im Zoo ausgestellte Afrika-Kunst als Beleidigung empfindet. Sie werte die afrikanische Kunst ab und präsentiere das ewige Klischee-Bild des Kontinents. Heitmann sagt, dem Aufsichtsrat sei das Konzept der Skulpturenausstellung vorgelegt worden: "Ich bin nicht drauf gekommen, dass man dies als Beleidigung empfinden könnte. Man muss schon genauer drüber nachdenken. Doch dann leuchten die Argumente ein."
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