Krefeld: Zoofreunde kritisieren Stadtverwaltung
zuletzt aktualisiert: 02.05.2009Krefeld (RPO). Deutliche Kritik an der Verteilung der Gelder aus dem Konjunkturpaket übt Friedrich Berlemann, Vorsitzender der Zoofreunde: "Das Konjunkturpaket geht komplett am Zoo vorbei, dabei hätte durch Energiesparmaßnahmen dort viel Geld gespart werden können." Die Verwaltung hätte eine Anfrage abgelehnt, weil der Zoo kein Bildungsinstitut ist. Berlemann: "Das sehen wir anders." Er ärgert sich auch, dass sich die Stadt als Mehrheitsgesellschafter des Zoos zu wenig engagiere: "Jetzt müssen wir Zoofreunde noch mehr für die Attraktivität des Zoos kämpfen."
Fernziel: 300 Mitglieder
Mitstreiter für die Sache hat Berlemann mittlerweile zu Genüge. 2850 Mitglieder haben die Zoofreunde derzeit – neuer Rekordstand. "Wir peilen die 3000 an", sagte Vorstandsmitglied Dr. Peter Sulies, der mit Friedrich Berlemann die Interessen des Zoos im Aufsichtsrat der Zoo gGmbH vertritt.
Auch finanziell stehen die Zoofreunde dank einer Großspende aus der Gehlen-Stiftung auf mehr als soliden Füßen. 2,7 Millionen Euro Vereinsvermögen weist die Kasse auf, 2008 stieg damit das Vermögen um 977 000 Euro. Mit dem Geld sollen in den kommenden Jahren viele Projekte an der Uerdinger Straße gefördert werden. Aktuell sind dies das Forscherhaus, der Garten für Gorillas und die Erneuerung der Spielgeräte.
Möglich werden solche Investitionen nur dank des breiten Engagements des Vereins: Er organisiert Tier- und Baumpatenschaften, verwaltet Spenden und Mitgliederbeiträge und bietet die Zoolotterie.
Der Statistik-Liebhaber Peter Sulies präsentierte am Rande auch einige interessante Zahlenspiele, die die Mitgliederstruktur demonstrierten: Frauen sind bei den Zoofreunden in der Überzahl und ein Drittel sind Kinder. Die meisten Zoofreunde kommen aus Bockum, viele auch aus dem Bismarckviertel. Auch außerhalb Krefelds haben die Zoofreunde Mitglieder – 61 davon wohnen in Düsseldorf, zwei sogar im fernen Ausland.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







