Fußball: Ailton glaubt nicht an Wechsel zum KFC
VON OLIVER SCHAULANDT - zuletzt aktualisiert: 21.10.2009Zwei Tage lang durften die Fans des KFC Uerdingen träumen. Träumen davon, dass es dem Vorsitzenden Lakis tatsächlich gelingen würde, den früheren Bundesliga-Torschützenkönig Ailton nach Krefeld zu holen. Doch das Unternehmen droht zu scheitern. Gestern meldete sich der Brasilianer höchstselbst zu Wort und bestätigte erstmals, dass der KFC Kontakt aufgenommen hat.
"Richtig ist: Der Präsident hat mit Freunden von mir gesprochen, und der Inhalt ist mir anschließend übersetzt worden", sagte der 36-Jährige, um gleich darauf den Erwartungen einen herben Dämpfer zu verpassen: "Der Club hat offenbar nicht soviel Geld, um mich zu bezahlen. Ich denke, es besteht keine Chance, dass ich nach Krefeld komme."
Bereits bei der ersten Kontaktaufnahme habe laut Lakis der Brasilianer ihm mitgeteilt, dass er bei einem Engagement bei den Uerdingen rund 150 000 Euro Gehalt haben wolle – bis zum Saisonende. Das aber dürfte für den KFC zu viel sein; Lakis erstes Angebot soll angeblich bei rund 90 000 Euro gelegen haben. Allerdings wusste Ailton da offenbar auch noch nicht, in welcher Liga die Blau-Roten derzeit spielen.
Und als sein Berater von der Spielklasse erfuhr, habe er Lakis schon direkt gesagt, dass es sich beim Salär weniger um ein Gehalt denn um ein Schmerzensgeld handeln würde. Jetzt darf man also gespannt sein, ob Lakis noch einmal eine deutliche Schippe drauf legen wird, um den Sensationstransfer doch noch umzusetzen. Er selbst hatte dazu gesagt, dass die finanzielle Größenordnung "im Rahmen bleiben" müsse.
So scheint es nun also, als würde der Deal platzen. Aber immerhin: In der Außenwirkung hätte sich der KFC kaum besser darstellen können. Und wer weiß: Vielleicht legt Lakis ja tatsächlich noch drauf.
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