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Fechten: Auf dem Weg nach oben

VON SENTHURAN SIVANANDA - zuletzt aktualisiert: 05.07.2007

Die 14 Jahre alte Krefelder Fechterin Kira Herchner trainiert künftig im Landesleistungszentrum in Heidenheim in Baden-Württemberg. Im September nimmt sie Abschied von der Seidenstadt.

Ehrgeizige Ziele: Kira Herchner wechselt ins Landesleistungszentrum nach Heidenheim und träumt von den Olympischen Spielen.  Foto: RPO
Ehrgeizige Ziele: Kira Herchner wechselt ins Landesleistungszentrum nach Heidenheim und träumt von den Olympischen Spielen. Foto: RPO

Für Kira Herchner beginnt ab September ein neuer Lebensabschnitt. Die talentierte Krefelder Fechterin wird mit 14 Jahren von ihrer Familie wegziehen und im knapp 500 Kilometer entfernten Heidenheim leben. Im Landesleistungszentrum und beim Heidenheimer Sportbund soll sie trainieren und aufs Internat in der Baden-Württembergischen Stadt zur Schule gehen.

„Ich habe mich selber für den Wechsel nach Heidenheim entschlossen, weil ich so Schule und Sport unter einem Hut bringen kann. Denn ich will fechten und auch das Abitur machen“, sagt die 14-Jährige, die noch bis zum vergangenen Schuljahr Schülerin des Arndt-Gymnasiums war. Die Eltern können mit der Entscheidung ihres Kindes leben. „Für ihre Entwicklung ist es klasse“, erläutert Vater Christoph den Beweggrund, wieso sie ihre Tochter „ziehen lassen“.

Tägliches Training

Künftig muss die junge Sportlerin jeden Tag ihre Fechtmontur anziehen. Aber schon bisher musste sie ein Trainingspensum von drei- bis viermal pro Woche absolvieren. „Am Wochenende habe ich natürlich frei“, fügt Kira hinzu – es sei denn, dass Wettbewerbe stattfinden, wie etwa die Deutsche Meisterschaft, wo das Krefelder Talent im vergangenen Jahr den sechsten und im Jahr zuvor den fünften Platz belegte. Diese Platzierungen sorgten dafür, dass sie ins Landesleistungszentrum nach Heidenheim wechseln darf.

Als ihre Eltern sie vor vier Jahren an der Fecht-Arbeitsgemeinschaft ihrer ehemaligen Schule, dem Arndt-Gymnasium, angemeldet hatten, konnten sie den Erfolg ihres Sprösslings nicht erahnen. „Wir haben das gemacht, weil sie sich bewegen und lernen, sich zu konzentrieren, musste. Dass sie so erfolgreich sein wird, hätten wir nicht gedacht“, erzählt Christoph Herchner. Nach einem Jahr in der Arbeitsgemeinschaft folgte der Eintritt in den Fechtclub Krefeld. „Dort wurde sie optimal betreut. Solche Erfolge kann man nicht alleine erreichen“, findet ihr Vater.

Traum wäre Olympia

Für ihr anderes sportliches Hobby, das Eislaufen, wird Kira keine Zeit mehr haben. Noch im vergangenen Jahr schnürte sie ihre Eislaufschuhe für den Eislaufverein Krefeld und war sogar Teil des Ensemble der Jugendeiskunstlaufrevue „Eismärchen“. Genaue Zukunftsvorstellungen, was denn Fechtsport betrifft, hat die junge Athletin noch nicht. „Ich würde gerne vieles erreichen. Eine Olympia-Teilnahme, wenn es sich ergibt, wäre schön“, sagt Kira Herchner.

Übrigens: Der Wohnortswechsel von Krefeld nach Heidenheim bringt einen weiteren Vorteil mit sich. Da in Baden-Württemberg die Ferien erst Ende Juli beginnen und dafür Anfang September enden, hat sie elf Wochen dauernde Sommerferien.

Quelle: RP

 
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