Tennis: Aufstellung eine Lotterie
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 18.07.2008Im Kampf um den Klassenerhalt tritt Tennis-Bundesligist HTC Blau-Weiß Krefeld heute beim TV Reutlingen an. Am Sonntag gastiert um 11 Uhr der amtierende Deutsche Meister Grün-Weiß Mannheim im Stadtwald.
Tennis Seit Montag studiert Olaf Merkel im Internet intensiv die Turnier-Ergebnisse seiner Spieler. „Die Jungs sind leider zu gut“, sagte der Teamchef des Bundesligisten HTC Blau-Weiß Krefeld gestern. Zu gut heißt, dass sie heute in Reutlingen beim wichtigen Auswärtsspiel gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf nicht eingesetzt werden können.
Junqueira nicht zu stoppen
Auf Diego Junqueira hatte Merkel besonders gesetzt. Doch der Argentinier mit italienischem Pass lässt sich beim Challenger-Turnier in Rimini als an Nummer eins gesetzter Spieler nicht stoppen. Auch Christian Villagran ist dort noch im Rennen. Sehr gut schlägt sich Brian Dabul beim ATP-Turnier in Kitzbühel. Da es in der Alpenrepublik gestern regnete, kann der Argentinier erst heute sein Viertelfinale gegen den Rumänen Viktor Hanescu bestreiten, der jüngst das ATP-Turnier in Stuttgart gewann.
Natürlich sind heute auch einige Spitzenspieler des Gegners durch Turniereinsätze verhindert. Doch die Reutlinger können aus einem größeren Aufgebot an Topspielern schöpfen. „Die werden auf jeden Fall ein starkes Team aufbieten. So stark wie letzten Sonntag Essen werden sie locker sein“, sagte Merkel gestern vor der Abreise nach Baden Württemberg.
Letztendlich ist die Aufstellung an diesem Doppelspieltag-Wochenende für alle Bundesliga-Mannschaften ein Lotteriespiel. Bei den Blau-Weißen wird heute Franco Ferreiro an Position eins auflaufen. Dahinter schlägt Juan Martin Aranguren auf. Das dritte Einzel bestreitet Francesco Aldi. Damit gibt auch der dritte Neuzugang in dieser Saison sein Debüt für die Krefelder. Vierter Einzelspieler ist Dennis van Scheppingen.
In Reutlingen sprachen die Verantwortlichen gestern vom „Wochenende der Wahrheit“. Denn heute gegen Krefeld und am Sonntag gegen Solingen sollen mit vier Punkten die Weichen auf Klassenerhalt gestellt werden. „Wir wollen nicht nur siegen, wir müssen. Dann sind wir wieder voll bei der Musik“, sagte TV-Teamchef Torsten Riedel. Sein Krefelder Kollege Merkel gibt sich da schon bescheidener: „Ein Punkt in Reutlingen wäre nicht schlecht. Für den Klassenerhalt braucht man fünf oder sechs Punkte. Zwei Teams steigen ab. Man darf sich nicht darauf verlassen, dass der Zweitliga-Meister aus dem Süden wie letztes Jahr auf den Aufstieg verzichtet.“
Hoffen auf Dabul
Merkel hofft, dass am Sonntag beim Heimspiel gegen den Deutschen Meister GW Mannheim zumindest Brian Dabul im Stadtwald erscheinen wird. Ob die Kurpfälzer die ehemalige Krefelder Nummer eins Jürgen Melzer mitbringen werden, hängt davon ab, ob der Österreicher bei seinem Hausturnier in Kitzbühel ausgeschieden ist. Gestern lag er im Einzel und im Doppel an der Seite des Ex-Blau-Weißen Robert Lindstedt noch aussichtsreich im Rennen.
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