Tennis: „Wir werden es packen“
VON OLIVER SCHAULANDT - zuletzt aktualisiert: 09.08.2008Morgen bestreitet der HTC Blau-Weiß Krefeld sein nächstes „Endspiel“ im Kampf um den Verbleib in der Tennis-Bundesliga. Die Partie im Düsseldorfer Rochusclub beginnt um 11 Uhr. Ein Sieg in der Landeshauptstadt ist schon beinahe Pflicht.
Zwei Spiele hat der HTC Blau-Weiß Krefeld in dieser Tennis-Bundesligasaison noch zu absolvieren. Zwei Spiele, in denen es für die Auswahl aus dem Stadtwald nur noch darum geht, den Kopf aus der Abstiegsschlinge zu ziehen. Denn momentan rangiert die Mannschaft von Teamchef Olaf Merkel auf dem vorletzten Tabellenplatz, ist punktgleich (4:10 Zähler) mit dem TV Reutlingen. Vermutlich muss einer dieser beiden Teams dem Solinger TC in die Zweite Bundesliga folgen, aber auch der Viertletzte, Etuf Essen, ist mit zwei Punkten Vorsprung (6:8) auf das Verfolger-Duo noch nicht endgültig aus dem Schneider. Der Aufsteiger könnte aber am Sonntag in der Partie gegen Reutlingen aus eigener Kraft den Ligaverbleib perfekt machen, wenn dort ein Sieg glückt. Insofern dürfte der Ausgang dieser Partie ebenso spannend sein, wie der Auftritt der Krefelder Blau-Weißen im Düsseldorfer Rochusclub. Der erste Aufschlag dort ist um 11 Uhr.
Teamchef Olaf Merkel schickt am Sonntag voraussichtlich den Italiener Diego Junqueira ins Spitzeneinzel, an Position zwei ist der Einsatz des Spaniers Franco Ferreira geplant. Ihm folgen sein Landsmann Christian Villagran sowie der bislang so souverän spielende Niederländer Dennis van Scheppingen. Letzterer holte in der vergangenen Woche beim 1:5 gegen Neuss den Ehrenpunkt für seine Mannschaft und ist sich sicher: „Wir werden es packen. Aus den beiden Spielen in Düsseldorf und Erfurt (Samstag, 16. August, die Red.) werden wir die nötigen Punkte holen, um in der Bundesliga zu bleiben“, sagte der 32-Jährige.
Das dürfte auch Vereinsboss Hajo Ploenes gerne hören. Auch er hofft natürlich, dass es auch in der kommenden Saison Bundesliga-Tennis im Stadtwald zu sehen gibt. „Unser Vorteil ist, dass wir seit Jahren mit dem Abstiegskampf Erfahrung haben“, sagte Ploenes. Ein weiterer Vorteil könnte sein, dass für den Rochusclub die Saison sozusagen gelaufen ist. Der Meisterschaftszug ist abgefahren, nach unten dürfte auch nichts passieren – für die Düsseldorfer geht es in den beiden letzten Spielen nur noch darum, Wiedergutmachung bei den Fans zu betreiben. Darum spielt auch der Franzose Fabrice Santoro mit. Gleiches gilt in der kommenden Woche in Erfurt, das an diesem Wochenende beim mit vier Punkte Vorsprung die Tabelle anführenden Kurhaus Aachen antritt. Selbst bei einem Sieg dort dürfte sich Aachen, das dann gegen Absteiger Solingen spielt, die Meisterschaft wohl nicht mehr nehmen lassen.
Mut macht zusätzlich, dass die Stimmung im Team stimmt. Dafür sorgt vor allem Spitzenspieler Junqueira. „Der hat den Schalk im Nacken“, sagt Franco Ferreira über ihn. „Und auf dem Platz ist er ein Terrorkrümel.“ Darum haben ihm seine Freunde den Spitznamen Chuckie verpasst – nach der Puppe aus den gleichnamigen Horrorfilmen. Und wer weiß: Vielleicht kann er ja am Sonntag im Rochusclub für den ein oder anderen Schreckmoment sorgen.
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