Tennis: Blau-Weiß: Nur noch eine Chance
VON MARKUS WASCH - zuletzt aktualisiert: 11.08.2008Der HTC Blau-Weiß Krefeld hat sein vorletztes Saisonspiel gegen den Düsseldorfer Rochusclub 1:5 verloren. Schon nach den Einzeln war die Partie durch vier Niederlagen entschieden.
Im letzten Spiel muss Blau-Weiß auf jeden Fall punkten, sonst steht der Abstieg in die zweite Bundesliga an.
Auch im vorletzten Spiel der Tennis-Bundesliga hat es der HTC Blau-Weiß Krefeld nicht geschafft, sich aus dem Abstiegskampf zu befreien. Gegen den Düsseldorfer Rochusclub hagelte es eine 1:5-Niederlage. Die Partie war bereits nach den Einzeln für den Rochusclub entschieden, wobei sich Diego Junqueira und seine Kollegen zwar bemühten, gegen die gut aufgelegten Düsseldorfer aber einen schweren Stand hatten und zumindest im Einzel keinen Satz gewannen.
Dabei verwandelte sich der vom Regen aufgeweichte Boden des Courts teilweise in einen Acker. „Der Platz ist ein Witz“, schimpfte Dennis van Scheppingen während seines Spiels. So versprangen dem gebürtigen Niederländer auch einige Bälle bei seinem Match gegen den Spanier Pablo Andujar. Doch beim eigenen Aufschlag zeigte van Scheppingen seine Klasse und zwang den Gegner immer wieder in den Einstand, welchen der Spanier jedoch meist für sich entschied.
Einen noch unglücklicheren Tag hatte Christian Villagran erwischt. Er hatte gegen den Düsseldorfer Martin Vassallo Arguello einen schlechten Start und lag schnell 0:5 hinten. Auch im zweiten Satz bekam Villagran gegen den starken Italiener nur wenig Chancen und musste sich nach zwei Sätzen mit 1:6 und 2:6 geschlagen geben.
Nach einer halben Stunde Regenunterbrechung und drei geschlagenen Bällen durften dann auch Franco Ferreiro und Evgeny Korolev ihr Match wieder aufnehmen. Auch hier hatten die Krefelder wieder Probleme ins Spiel zu kommen. Der Russe Korolev, mit vier Siegen in fünf Einzeln erfolgreichster Spieler der Düsseldorfer, spielte aggressiv und risikoreich, was meist belohnt wurde. Erst im zweiten Satz guckte sich Ferreiro seinen Gegner aus und kam besser ins Spiel. Eine Verletzung im Oberschenkelbereich ließ den Spanier jedoch immer wieder schmerzerfüllt das Gesicht verziehen. Nach 4:4 im zweiten Satz holte sich Korolev das Break und brachte anschließend sein Aufschlagspiel zum 6:4-Sieg durch.
Das spannendste Einzel boten Diego Junqueira und sein Düsseldorfer Gegner Fabrice Santoro. Lange, intensive Ballwechsel begeisterten die 2300 Zuschauer, und das 2:6 im ersten Satz spiegelte nicht das knappe Match wider. Junqueira zwang seinen Gegner immer wieder in den Einstand, aber Santoro war oft einen Schritt schneller und hatte auch das nötige Glück gepachtet, so dass die Blau-Weißen auch dieses Match verloren und mit einem 0:4-Rückstand in die Doppel gingen.
Dort holten sich die Krefelder dann noch das 1:5 durch Diego Junqueira und Dennis van Scheppingen, nachdem Franco Ferreiro und Christian Villagran ihr Spiel verloren. Der HTC muss jetzt im letzten Spiel gegen den Tabellendritten Erfurter TC Rot-Weiß auf jeden Fall punkten, sonst ist der Abstieg in die zweite Tennis-Bundesliga für die Blau-Weißen besiegelt.
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