Schwimmen: Blutkrankheit: Poleska bangt um ihren Trainer
zuletzt aktualisiert: 26.07.2008Die Krefelder Peking-Starterin Anne Poleska und die viermalige Schwimm-Olympiasiegerin Dara Torres (USA) bangen um das Leben ihres Trainers Michael Lohberg.
Der Schwimmcoach sollte eigentlich gestern nach Singapur fliegen und muss sich stattdessen laut Tageszeitung Miami Herald im Krankenhaus wegen Aplastischer Anämie, einer seltenen Blutkrankheit, behandeln lassen. „Es sieht nicht gut aus. Man hat mit gesagt, dass ich vielleicht nur Wochen oder Tage überlebe“, sagte Lohberg der Zeitung: „Aber ich werde so lange kämpfen wie ich kann.“ Lohberg ist auch ein guter Freund von DSV-Sportdirektor Örjan Madsen.
Michael Lohberg trainiert ausländische Schwimmer wie Anne Poleska und einige US-Athleten wie die 41 Jahre alte Torres, die sich zum fünften Mal für Olympische Spiele qualifiziert hat, im Coral Springs Aquatic Center in Florida. „Es ist so furchtbar, wirklich schrecklich. Ich kann noch gar nicht darüber sprechen“, sagte eine in Tränen aufgelöste Torres.
Die Aplastische Anämie ist eine Sonderform der Anämie (Blutarmut). Man versteht darunter Knochenmarkversagen mit Panzytopenie, das heißt eine Verringerung der Anzahl aller Zellen des Blutes aufgrund von erworbener oder angeborener Knochenmarkaplasie (ungenügende Bildung von blutbildenden Zellen im Knochenmark). Mit einer Häufigkeit von 0,2 bis 0,3 Erkrankungen auf 100 000 Personen ist die Aplastische Anämie in Europa so selten, dass die meisten Mediziner mit dieser Erkrankung während ihrer gesamten Arbeitszeit nie konfrontiert werden.
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