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Rudern: CRC-Achter für Deutschland

zuletzt aktualisiert: 27.04.2011

Das Flaggschiff des Crefelder Ruderclubs geht Pfingstsonntag im russischen St. Petersburg beim ersten internationalen Sprintrennen für den DRV an den Start. Der Bundestrainer baut auf die Stärke des Teams.

Der kanadische Achter war in Luzern siegreich.  Foto: KEYSTONE, AP
Der kanadische Achter war in Luzern siegreich. Foto: KEYSTONE, AP

Eine echter Knüllernachricht erreichte jetzt die Athleten des Krefelder Männerachters: Nach den vielen Erfolgen in der Vergangenheit und der bisher guten Saisonvorbereitung hat der Deutsche Ruderverband (DRV) die amtierenden Sprintmeister und Bundesliga-Champions aus Krefeld für die Sprintregatta des Welt-Ruderverbandes FISA nominiert. Der Crefelder RC wird damit bei der Regatta in St. Petersburg (Russland) am Pfingstsonntag in den Farben des DRV an den Start gehen.

Mit dem FISA-Sprint-Event in Russland, zu dem der Weltverband nur die schnellsten Boote der Welt eingeladen hat, soll der Rudersport international gefestigt werden. Die kurzen Streckenlängen wie in der Ruder-Bundesliga werden bisher nur in Deutschland ausgetragen.

Der Männerachter ist das Flaggschiff des Crefelder RC und hat in den vergangenen beiden Jahren jeweils den Sieg in der Ruder-Bundesliga gewonnen und durch den Titelgewinn auf der Sprintmeisterschaft in den letzten vier Jahren gezeigt, dass die Sportler an den wichtigen Renntagen immer gut vorbereitet sind.

Das stellt auch DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher fest: "Die Krefelder haben ihre physische und psychische Stärke auf der Sprintdistanz in den letzten Jahren unter Beweis gestellt", so Buschbacher. "Die extrem kurze Strecke erfordert Sprint-Experten. Sie sind daher für diese Aufgabe genau das richtige Team", lautet seine Begründung für die Nominierung.

Die Nachricht der Nominierung wurde am Elfrather-See mit Freude aufgenommen, schließlich ist es eine besondere Auszeichnung für einen kompletten Vereinsachter für Deutschland an die Startlinie zu gehen. Lediglich Steuerfrau Carolin Staelberg kann in Russland nicht das Kommando über die acht Ruderer übernehmen, da international Frauen keine Männerboote steuern dürfen. Aus diesem Grund nimmt in St. Petersburg Freddy Böhm aus Essen auf dem Steuersitz Platz und wird von dort aus die CRC-Sportler antreiben.

Vor der großen internationalen Konkurrenz haben die Sportler aus Krefeld lediglich angemessenen Respekt. "Wir haben vor zwei Jahren in Ratzeburg schon ein Mal bewiesen, dass wir die beste Sprintmannschaft in Deutschland sind, als wir den Deutschlandachter auf der Sprintdistanz besiegen konnten.", sagte Lars Henning aus dem Mittelschiff nach der Nominierung selbstbewusst.

Die Mannschaft trainierte auf dem Elfrather-See bereits das erste Mal zusammen mit dem neuen Steuermann Freddy Böhm. "Die gemeinsame Vorfreude war direkt zu spüren, was alle noch zusätzlich motiviert hat und in den nächsten Wochen dazu bringen wird noch härter zu trainieren.", erklärt CRC-Pressesprecher Jan Nikolai Trzeszkowski.

Doch vor dem Start in St. Petersburg stehen in Deutschland noch Rennen bevor. Auf der olympischen Distanz will der CRC bei der Deutschen Großbootmeisterschaft zeigen, dass nicht nur das Sprinten die Paradedisziplin des Achters vom Elfrather-See ist. Zudem startet die Ruder-Bundesliga in Frankfurt eine Woche vor der großen Regatta in St. Petersburg in die neue Saison, bei der der Grundstein für die erneute Titelverteidigung gelegt werden soll.

Quelle: RP

 
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