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Der SC Bayer Uerdingen schloss die vergangene Saison als Sechster der Handball-Regionalliga ab. Drei Spieler verließen im Sommer

VON CHRISTOPH BAUMEISTER - zuletzt aktualisiert: 24.12.2007

Optimistisch startete der SC Bayer im Januar als Tabellendritter in die Rückserie der vergangenen Spielzeit. Doch der verletzungsbedingte Ausfall von Spielertrainer Jörg Förderer (Knie-OP) warf die Mannschaft aus der Bahn. Durch vier Niederlagen hintereinander stürzte sie am Ende auf dem sechsten Platz ab. „Nach dem Saisonverlauf war das zu wenig, aber bedingt durch meinen und weitere Ausfälle war die Platzierung unter dem Strich in Ordnung“, resümiert Förderer. In Torwart Frank Kirstein, Thomas Molsner sowie Chris Schweinsberg verließen drei Spieler den SCB. Als Ersatz kamen Torwart Jan Benninghof, Fabian Bednarzik, Christian Pannen, Tim Christall und Salim Baksh.

Das neu formierte Team erfüllte die Erwartungen nur unzureichend. „15:15 Punkte nach der Hinserie sind nicht zufrieden stellend. Dementsprechend ist die Stimmung in der Mannschaft nicht gut“, weiß Förderer. Ihn wurmen vor allem die vielen unnötigen Pleiten gegen die vermeintlich Kleinen. Nur zwei seiner sieben Niederlagen kassierte Bayer gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel. „Das zeigt, wozu wir im Stande sind, wenn alle 100 Prozent Gas geben“, meint Förderer. Oft hätte seine Sieben den Gegner unterschätzt und das eigene Potenzial nicht ausgeschöpft.

Hinzu kamen personelle Unwegsamkeiten. „Carsten Coß und Christian Pannen sind mit ihrem Hausbau beschäftigt. Sie haben häufig den Kopf nicht richtig frei“, glaubt Förderer. Zudem musste er lange auf Steffen Heger verzichten. Der war zuerst beruflich verhindert, dann wegen eines Autounfalls und zuletzt wegen einer Rückenprellung außer Gefecht gesetzt.

Negativer Höhepunkt der Vorrunde war für Förderer die peinliche 25:26-Schlappe bei Schlusslicht Augustdorf/Hövelhof. „Das ist mit Abstand die schlechteste Mannschaft der Liga. Ausgerechnet dort haben wir unsere schlechteste Saisonleistung abgeliefert“, sagt Förderer. Positiv in Erinnerung behalte er dagegen die starken Partien gegen Schalksmühle-Halver (40:32) sowie in Minden II (37:28) und in Leichlingen (30:29).

Zwei Spieler hebt der Coach besonders hervor: „Thomas Pannen hat das ganze Jahr auf einem konstant hohen Niveau gespielt. Er ist unser wichtigster Mann.“ Pannen ist mit 111 Toren auch bester Werfer der gesamten Liga. Von den Neuzugängen sei Christall am besten eingeschlagen. „Nach den anfänglichen Problemen, sich von der Verbands- auf die Regionalliga umzustellen, hat er im Angriff total überzeugt“, sagt Förderer. Der Großteil der übrigen Akteure hätte Licht und Schatten gehabt.

Fürs neue Jahr wünscht sich der Coach einen guten Start in die Rückrunde. Förderer: „Wir müssen gleich zu Beginn die Punkte sammeln, um wieder in ruhigere Fahrwasser zu kommen.“

Quelle: RP

 
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