Fußball: Der Spitzenreiter kommt
VON OLIVER SCHAULANDT - zuletzt aktualisiert: 04.10.2008Der KFC Uerdingen trifft am Sonntag um 15 Uhr auf den Tabellenführer aus Ratingen. Richard Towa muss auf Marcus Wedau, Alexander Hettich, Florin Nesimi und vielleicht Dennis Geiger verzichten. Dennoch ist ein Sieg Pflicht.
Sechs Punkte Rückstand haben die Fußballer des KFC Uerdingen momentan auf Ratingen. Und dieser Verein steht da, wo der KFC nach eigenen Ansprüchen auch rangieren möchte: ganz oben in der Tabelle. Kein Wunder also, dass Trainer Richard Towa vor der Partie am Sonntag (15 Uhr) in der Grotenburg von einem „ganz wichtigen Spiel“ spricht. Denn bei einem Sieg könnte der KFC den Abstand nach oben verringern, bei einer Niederlage droht der Club, den Anschluss zu verlieren – und auch die Luft für den Trainer könnte dann langsam dünner werden.
Schon jetzt fordern einige Fans den Kopf des Trainers. Im vereinseigenen Internetforum wird heftig darüber diskutiert. Towa selbst lässt dies (noch) kalt. „Ich habe davon noch nichts mitbekommen und beschäftige mich auch nicht damit. Dazu bin ich zu lange im Geschäft“, sagt der Kameruner. „Wichtig für mich ist, dass es in der Mannschaft stimmt. Und das tut es momentan. Die Jungs ziehen alle gut mit.“
Nur eben auf dem Platz, wenn es um etwas geht, will es einfach nicht laufen. Die in fast allen Vorbereitungsspielen so überzeugende Abwehr wackelte zuletzt häufig, im Angriff fehlt weiterhin ein treffsicherer Schütze. Das soll sich spätestens zur Winterpause ändern. „Wir werden dann noch einen oder zwei Stürmer holen. Wir brauchen einfach vorne einen, der auch die Buden macht“, sagt Towa. Zu Gerüchten, dass es sich bei einem der Kandidaten um einen seiner Landsmänner handeln soll, wollte er sich nicht äußern. Bleibt zu hoffen, dass es bis zum Winter nicht zu spät sein wird und der Rückstand auf den einzigen Aufstiegsplatz nicht zu groß geworden ist.
Bis dahin sollen es vor allem die jungen Spieler richten. „Beim letzten Spiel standen vier Spieler aus unserer eigenen Jugend auf dem Platz“, sagt Towa. „Das ist für mich ein schöner Erfolg, und die Jungs sollen und werden auch weiterhin ihre Chancen bekommen.“ Dass sie natürlich dabei auch Fehler machen, sei verständlich. „Da müssen wir einfach noch etwas Geduld mitbringen und in Ruhe weiter arbeiten. Der Verein hat nunmal nicht das Geld, auf große Einkaufstour von fertigen Spielern zu gehen. Darum setzen wir auf die Jugend. Das ist ein langfristiges Konzept, das Zeit braucht. Und erst am Ende der Saison wird abgerechnet.“
Personell muss der Trainer am Sonntag seine Mannschaft wieder einmal umbauen. Alexander Hettich ist gesperrt, Marcus Wedau und Florin Nesimi sind verletzt, Dennis Geiger laboriert noch an einem Pferdekuss. „Ich konnte bislang noch nicht einmal mit meiner Wunsch-Elf spielen“, sagt Towa.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum

