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Radsport: Die Sprinter ausgetrickst

VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 28.04.2008

Der Berliner Robert Retschke gewann gestern die 32. Auflage des Radrennens „Rund in Fischlen“. Ausrichter RV „Staubwolke 09 Fischeln“ präsentierte ohne Probleme sieben spannende Rennen.

Auch wenn die großen Namen des Radrennsports bei der 32. Auflage von „Rund in Fischeln“ fehlten, kamen die Fans der schnellen Pedalritter auf ihre Kosten und sahen sieben teilweise sehr temporeiche und spannende Rennen. Das Hauptereignis, die 60 Runden um den „Autohaus-Essers-Preis“ der Klasse A/B, gewann der Berliner Robert Retschke vom Team Mapei Heizomat aus Nürnberg.

Dabei trickste der 23-Jährige in der vorletzten Runde in einer zehnköpfigen Gruppe die Sprinter aus und fuhr auf der Hafelstraße mit großem Vorsprung alleine über die Ziellinie. Ausrichter RV „Staubwolke“ Fischeln hatte alles im Griff. „Wir sind sehr zufrieden und freuen uns schon auf das nächste Jahr“, erklärte der Vorsitzende Heinz Dieter Ostermann. Die Bedingungen für die Aktiven waren bis auf den Gegenwind auf der Zielgeraden optimal. Dagegen kostete der plötzliche Sommereinbruch Zuschauer. Nur einige Hundert verfolgten bei Start und Ziel den Tageshöhepunkt.

Auftakt mit Nachwuchs

Mit den Hühnern musste gestern der teilweise von weit angereiste Nachwuchs aus den Federn. Die Schüler U11 und U13 eröffneten das erste Krefelder Radsportmeeting des Jahres. Bei den Jüngsten hatte ein Mädchen die schnellsten Beine. Tapfer schlugen sich die Youngster des „RV Staubwolke“ Fischeln, die mit den Entscheidungen aber nichts zu tun hatten.

Ganz schön zur Sache ging es bei den Junioren U19. Auch die „alten Hasen“ schenkten sich im Senioren-Rennen nichts. Sehr gut an kam bei den Zuschauern der „Erste Schritt“, ein Einlagerennen, bei dem Kinder zum ersten Mal auf Rennrädern um die Wette fahren.

Im Rennen der Männer-C-Klasse richteten sich die Blicke der Fans auf die Lokalmatadoren Jörg und Ralf Mölls. Der jüngere Jörg mischte lange im Kampf um die Prämien mit. Gegen Ende setzten sich dann zwei Fahrer entscheidend ab.

Im Hauptrennen hielt das EGN-Team von Rheintreu Krefeld die Farben der Seidenstadt gleich mit acht Fahrern hoch. Während Vorjahressieger Frank Flaskamp diesmal nicht vorne dabei war, setzten sich Frank Klein, Paul Budach und Florian Schweter früh mit sieben weiteren Fahrern ab. Nach Hälfte der 81 Kilometer wurde das Hauptfeld eingeholt und vermischte sich zum Leidwesen der Zuschauer mit der Spitzengruppe. Drei Runden vor Schluss musste das Feld die Strecke verlassen.

Alle rechneten mit einem Sieg der Sprinter. Doch als diese sich belauerten, wehrte Retschke eine Attacke von Frank Klein ab, konterte direkt und machte sich aus dem Staub. „Nach meinem Angriff konnte ich nicht mehr mithalten. Danach war das Loch zu groß“, meinte Klein hinterher, der als Zweiter die Ehre des EGN-Teams rettete. Dessen Sportlicher Leiter Heinz Esch fügte hinzu: „Wir waren heute einfach zu blöd. Aber aus Fehlern lernt man ja.“

Quelle: RP

 
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