Tischtennis: Die Tischtennis-Pioniere
VON HEINRICH LÖHR - zuletzt aktualisiert: 10.12.2008Der Tischtennis Club Blau-Weiß Krefeld wurde vor 75 Jahren gegründet. Begonnen hat alles mit einer Spende der katholischen Liebfrauengemeinde. Heute zählt der Verein rund 100 Mitglieder, 35 davon sind Jugendliche.
Mit dem TTC Blau-Weiß Krefeld feiert in diesen Tagen einer der ältesten Tischtennisclubs Krefelds seinen 75. Geburtstag. Sicherlich gibt es in der Seidenstadt wesentlich ältere Sportvereine, in denen auch Tischtennis gespielt wird, aber weitere, reine Tischtennisvereine, die schon seit 1933 existieren, sucht man dann doch vergeblich.
Rund 100 Mitglieder, davon 35 Jugendliche, zählt der Verein, der am kommenden Samstag im Nordbahnhof sein dreiviertel Jahrhundert feiern wird, heute.
Aufstieg in die zweite Bundesliga
Ganz in der Nähe des Nordbahnhofs liegen die Wurzeln des TTC Blau-Weiß. Denn das nur wenige hundert Meter entfernte katholischen Pfarrjugendheim der Liebfrauengemeinde am von-Itter-Platz sponsorte im Gründungsjahr die ersten Tischtennis-Platten. Von diesem Tag an wuchs der Verein – unterbrochen vom Zweiten Weltkrieg – langsam aber stetig.
Als Höhepunkt der Vereinsgeschichte gilt zweifelsohne der Aufstieg der Herren in die zweite Bundesliga im Jahr 1978. In der Saison 1980/81 gingen für den TTC nicht weniger als 29 Mannschaften an den Start. Zu dieser Zeit war der Verein im Sport mit der Zelluloidkugel klar die Nummer eins in Krefeld. Doch Ende der achtziger Jahre gab es einige Streitigkeiten in der Vereins-Führung. Die Folge: Gerade einmal zwei blau-weiße Mannschaften starteten in der Saison 1989/90 noch für den TTC.
Zum Jubiläum wünscht sich Stephan Kreuzberg, seit 1998 oberster Blau-Weißer Tischtennisspieler: „Der Verein soll weiterhin so gesund wachsen, wie in den letzten Jahren.“ Doch er hat zwei weitere Wünsche anzuschließen: Und zwar den nach mehr Hallenzeiten und den nach dem Aufstieg der ersten Herren von der Landes- in die Verbandsliga. Zumindest mit letzterem könnte es klappen: Am vergangenen Wochenende besiegte die Mannschaft den Konkurrenten um den zweiten Relegationsplatz, den TTC Rees-Groin, mit 9:5. Was die Hallenzeiten betrifft, dürfte es schwieriger werden. Beheimatet ist der TTC Blau-Weiß in der doch recht kleinen Sporthalle an der Lindenstraße. „Und wenn mehr als 30 Jugendliche in der Halle sind, ist ein geregelter Trainingsbetrieb nur schwer möglich“, begründet Kreuzberg seinen Geburtstagswunsch an die Stadt. Und die Jugend strömt mehr und mehr zum Tischtennissport.
Nicht ohne Grund: Der TTC Blau-Weiß pflegt eine Kooperation mit dem eigentlich mehr durch den Fechtsport bekannten Arndtgymnasium. Denn einer der aktiven Jugendspieler, Joshua Kames-King, ist Schüler der Jahrgangsstufe 11 eben dieser Schule. Gemeinsam mit Jugendwart Erdogan Erel versteht er es, immer wieder Mitschüler für den Sport zu begeistern, der Ende des 19. Jahrhunderts in England erfunden wurde.
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