Reiten: Doppeltes Gold für Amazone Annabel Frenzen
VON BÄRBEL SCHNELL - zuletzt aktualisiert: 26.03.2007Ein Schaufenster des Pferdenachwuchses, das oftmals schon Perspektiven auf das kommende Bundeschampionat eröffnet, ist alljährlich das „Turnier der Jungen Pferde” auf der Reitanlage Kühnen. Diesmal standen jedoch nicht nur vierbeinige künftige Schleifensammler im Rampenlicht des ersten Turniers der Krefelder Saison, sondern gleich mehrfach konnten auch rheinische Nachwuchsreiter den alten Hasen des Geschäfts den Rang ablaufen.
Besonders erfreulich verlief das Turnier für die Fischelner Dressuramazone Annabel Frenzen. Im vergangenen Sommer noch Team-Europameisterin der Pony-Dressurreiter, verdient sie sich seit 2007 ihre Sporen im Juniorenlager und konnte ihr reiterliches Geschick gleich zweimal in Gold verwandeln. In der Dressurpferde-A für Vierjährige setzte sie sich mit Fiasco durch. Bei den Fünfjährigen machte sie ihren Vater und Trainer Achim Frenzen gleich doppelt stolz, stammt die Stute Louisdora, die sich hier in einem gigantischen Starterfeld mit einer beachtlichen 8,5 durchsetzte, doch auch aus der Zucht der Familie Frenzen. Bei einem zweiten Start in der Dressurpferde-L reichte es für sie und die jetzt etwas müde Louisdora zwar nicht mehr zu einer Platzierung, doch der Kommentator lobte das Können der 17-jährigen Reiterin in den höchsten Tönen.
In der Dressurpferde-L für Sechsjährige blieb die gelbe Schleife im Stall Kühnen. Hier lieferten Christel Dahl und White Foot eine weitere harmonische Vorstellung ab und siegten mit der Wertnote 8,2 – auch seinen ersten gemeinsam M-Start krönte dieses Paar anschließend noch mit einer Platzierung und belegte mit 7,1 Rang vier. In der auf Trense gerittenen S-Dressur für siebenjährige Pferde verbuchte die 22-jährige Kerkener B-Kader-Reiterin Anna-Katharina Lüttgen mit Lamborghini nicht nur den Sieg, sondern knackte auch als einzige Reiterin des Turniers in der Bewertung die magische 70-Prozent-Marke. Auch in der Trensen-S für Achtjährige war die junge Reiterin weit vorn und belegte mit Bon Jovi Platz zwei - „eingerahmt” von zwei Profi-Reitern, die beide jeweils Florestan-Nachkommen gesattelt hatten: Hier siegte der Kaarster Berufsreiter Heiner Dückers auf Future D, Platz drei belegte Lokalmatador Heiner Schiergen mit Farinelli. Auf Platz vier fand sich mit Rebekka Walter (Le Beau, 66,42) ebenfalls eine junge Nachwuchsreiterin, deren Vorstellung vom Publikum mit viel Applaus quittiert wurde. Last but not least behauptete sich auch in der Dressurpony-A die Jugend: Hier siegte Annabel Frenzens Kaderkollegin Lydia Camp aus Geldern mit dem Dornik-B-Sohn Don Juan.
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