Fußball: Hauptsache drei Punkte
VON OLIVER SCHAULANDT - zuletzt aktualisiert: 01.09.20081:0 gegen den SC West, zweiter Sieg im zweiten Heimspiel: Diese Bilanz zumindest stimmt beim KFC Uerdingen. Aber im Angriff hapert es weiter an Durchschlagskraft. Vielleicht kommt jetzt noch ein „Brecher“ für den Sturm.
Nein, Richard Towa sah nicht sonderlich glücklich aus. Zwar hatte seine Mannschaft, der KFC Uerdingen soeben das Spiel gegen den SC Düsseldorf-West mit 1:0 (1:0) gewonnen. Doch es war ein Sieg, der unter die Kategorie „Hauptsache gewonnen“ fällt. Dabei sah es spielerisch noch nicht einmal schlecht aus, was die Elf auf dem Platz ablieferten, aber die Chancenverwertung war mehr als mangelhaft. Nach wie vor gilt: Es fehlt ein hoch aufgeschossener Sturmführer, der auch einmal ein Kopfballduell im Strafraum des gegners gewinnen kann. Immerhin: „Wir sind noch an einem großen Stürmer dran“, sagte Vorsitzender Lakis.
Dass in der Abteilung Attacke dringend Handlungsbedarf besteht, machte gestern die Partie besonders deutlich. Das einzige Tor fiel nach einem Sonntagsschuss von Alexander Hettich aus gut 25 Metern in der 39. Minute. Ansonsten hatten die Blau-Roten zwar zahlreiche gute Möglichkeiten, doch die Angreifer überboten sich regelrecht im Auslassen bester Chancen - was auch am guten Gäste-Schlussmann Clemens lag. In Durchgang eins etwa verpasste zunächst Luciano Mangiapane, der völlig frei vor dem Düsseldorfer Tor stand, mit seinem Schuss die Führung (34.), eine Minute später schoss Patrick Ziegler nur den Keeper an.
Auch nach dem Wechsel blieb es ruhig vor beiden Toren in der Grotenburg. Das Spiel verflachte, der KFC behielt aber die Oberhand. Dass Düsseldorf noch in der Lage sein könnte, den Ausgleich vielleicht doch noch zu erzielen, war nicht festzustellen. Der KFC war zu pomadig und umständlich im Spiel nach vorne, und so mancher Akteur machte den Eindruck, als traue er sich nicht so recht, auch mal zu schießen – vor allem aus der Distanz. Und auch aus der Nähe klappte es nicht. Patrick Ziegler ballerte den Ball in die Wolken (58.), und Marcus Wedau stand zwei Mal der Torwart im Weg (69., 80.). Immerhin flog dieses Mal keiner vom Platz – zumindest kein Uerdinger. Zwei Minuten vor dem Ende zeigte der bisweilen recht eigenwillig pfeifende Schiedsrichter Tenhofen Düsseldorfs Seta nach dessen Foul an Michael Kyei die Ampelkarte - immerhin lag er damit mal richtig.
„Ich verstehe das auch nicht, warum wir so wenige Tore machen. Wir üben das jeden Tag im Training“, sagte Richard Towa mit ratlosem Kopfschütteln. „Wir werden das in dieser Woche jetzt eben noch mehr üben.“
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