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Fußball: Heute Krisensitzung beim KFC

VON HEINRICH LÖHR UND OLIVER SCHAULANDT - zuletzt aktualisiert: 20.10.2008

Nach der peinlichen Vorstellung beim 1:3 gegen den Tabellenletzten Cronenberg brennt beim KFC Uerdingen der Baum lichterloh. Vorsitzender Lakis kündigte für heute eine Krisensitzung und Konsequenzen an. Auch Trainer Richard Towa steht zur Debatte.

Es wird höchste Zeit, dass beim KFC Uerdingen endlich mal Tacheles geredet wird. „Am Montag werde ich mich mit Trainer, Kapitän und zwei Führungsspielern zur Krisensitzung zusammensetzen“, sagte KFC-Boss Lakis noch sichtlich geschockt von der katastrophalen Leistung seiner Mannschaft bei der gestrigen 1:3 (0:2) Niederlage beim bis dato noch sieglosen Schlusslicht Cronenberger SC. Ob diesen Worten Taten folgen werden? Zumindest soll mal wieder Einiges geradegerückt werden. Denn mit solchen Leistungen rückt das Ziel, rückt der Aufstieg in immer weitere Ferne. Im Gegenteil: So könnte der KFC sogar noch mal absteigen.

Eine Kurzschlussreaktion soll es aber nicht geben, sagte Lakis: „Am kommenden Sonntag wird Richard Towa auf der Bank sitzen. Schnelle Entscheidungen treffe ich nicht in Trainerfragen, auch wenn die Einstellung der Mannschaft für den KFC unwürdig war. Einige Spieler waren derart desolat, das muss und wird jetzt Konsequenzen haben“, sagte der starke Mann des KFC. „Da müssen jetzt auch einige Spieler runter in die zweite Mannschaft geschickt werden. Und in der Winterpause werden wir personell nachlegen, wenn nicht sogar schon früher. Die Mittel dazu stehen zur Verfügung.“

Dabei sollte der KFC als „das Bayern München der Verbandsliga“ einen Hauch von Europapokal auf den Kunstrasenplatz des Cronenberger SC versprühen. So zumindest empfing die Stadionzeitung des Deutschen Amateurvizemeisters von 1952 die Blau-Roten. Doch diesem Prädikat wurden die Uerdinger in den ersten 45 Minuten in keinster Weise gerecht. Völlig emotionslos trugen elf Spieler ihr Trikot über den Platz. Besonders die Abwehr - „für die wir viel Geld ausgegeben haben“, sagte Lakis - sah immer nur zu, als Cronenbergs Doppeltorschütze Zobair Khali in der 12. Minute im Anschluss an einen Freistoß abstaubte und in der 44. Minute aus kurzer Distanz zum 2:0 traf. Uerdingen hatte dem nur einen 20-Meter-Distanzschuss von Alexander Hettich, den Cronenbergs 38 Jahre alter Torwart Christian Hermes mit einer Faust über die Querlatte lenkte, entgegenzusetzen.

Etwas Hoffnung keimte bei der Hälfte der rund 700 Zuschauer auf, als in der 63. Minute Dustin Hähner mit einem verwandelten Foulelfmeter auf 1:2 verkürzte. Nico Hastenrath hatte zuvor Stefan Maas von hinten von den Beinen geholt. Den entscheidenden Ruck aber brachte dies nicht. Einen Aufreger gab es noch in der 70. Minute, als Uerdingens Torwart Björn Kreil fünf Minuten lang bewusstlos im Strafraum behandelt werden musste. Doppeltorschütze Khali war unfair gegen Uerdingens Besten an diesem Tag eingestiegen und folgerichtig mit Gelb-Rot des Platzes verwiesen worden.

Wer nun glaubte, dass den Uerdingern diese nummerische Überlegenheit vielleicht helfen würde, sah sich getäuscht. Im Gegenteil: Kreil, der, da Uerdingen schon drei Mal ausgewechselt hatte, weiterspielte, musste mehrfach Kopf und Kragen riskieren, um ein noch frühzeitigeres drittes Cronenberger Gegentor zu verhindern. Machtlos war er dann aber in der 83. Minute bei einem weiteren Konter, als Lee Korkmaz erst Mile Bosic düpierte und dann Kreil ausspielte.

„Cronenberg hat genau so gespielt, wie ich es meiner Mannschaft vorher gesagt hatte“, kommentierte KFC-Coach Richard Towa völlig konsterniert. Offenbar hat sie ihm nicht sonderlich gut zugehört. Um diesen Umstand wie auch immer zu ändern, müssen sich alle Beteiligten beim KFC jetzt dringend etwas einfallen lassen.

Quelle: RP

 
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