Fußball: Hey macht Pause
VON OLIVER SCHAULANDT - zuletzt aktualisiert: 07.02.2008 - 10:00Jonny Hey hat gestern aus beruflichen Dingen eine Auszeit als Sportdirektor beim KFC Uerdingen genommen, gehört aber weiterhin dem Vorstand an. Seine Aufgaben sollen Trainer Ristic und Betreuer Essingholt übernehmen.
Sein zumindest vorerst letzter Dienstweg als Sportdirektor führte Jonny Hey gestern nach Krefeld. Dort traf er sich mit dem offenbar neuen starken Mann beim KFC Uerdingen, dem griechischen Geldgeber Lakis. Inhalt des Gespräches: Heys Zukunft als Sportdirektor beim KFC Uerdingen. Ergebnis des Gespräches: Hey bat um eine Auszeit in seiner Funktion als Sportdirektor, gehört aber weiterhin dem Vorstand an. Gerüchte, dass sich angeblich sowohl die Mannschaft als auch der Trainer gegen eine weitere Zusammenarbeit aus Mangel an Vertrauen mit ihm ausgesprochen hätten, wurden nicht bestätigt, kursieren jedoch weiterhin um die Grotenburg.
Kein Rücktritt
Als einen Rücktritt will Jonny Hey diese Maßnahme aber nicht verstanden wissen: „Wir haben uns darauf verständigt, dass ich im sportlichen Bereich meine Aufgaben in der nächsten Zeit einmal ruhen lassen werde. Ich muss mich mal mehr um berufliche Dinge kümmern und schaffe es einfach momentan nicht mehr, die Aufgaben im vollen Umfang wahrzunehmen“, sagte Hey gestern Abend im Gespräch mit der RP. Dem Vorstand bleibt Hey aber erhalten; möglicherweise zieht er sich in eine beratende Funktion zurück. „Ich möchte Herrn Lakis auf jeden Fall weiter unterstützen und hoffe, dass auch ich einen Teil dazu beigetragen habe, dass Herr Lakis Vorsitzender des KFC wird. Dazu liegt mir der Verein viel zu sehr am Herzen.“
Als Nachfolger, zumindest kommissarisch, ist nach RP-Informationen der langjährige Mannschaftsbetreuer Heiner Essingholt in Kooperation mit Trainer Aleksandar Ristic im Gespräch. Nicht ausgeschlossen ist aber auch, dass der als künftiger KFC-Vorsitzender weiterhin hoch gehandelte Lakis ein völlig neues Gesicht für den Posten des Sportdirektors präsentiert. Der Geschäftsmann gilt immerhin als guter Bekannter von Rudi Völler und könnte vielleicht auch über den früheren Bundestrainer über entsprechend gute Kontakte in der Branche verfügen. Schließlich soll der Vorstand des KFC ja noch aufgestückt werden; zumindest ein Teil der derzeitigen Mitglieder, wie etwa der Vorsitzende Olaf Stiller, hatten stets betont, dass sie ihre Amtsübernahme als Übergangslösung ansehen würden.
Agissilaos Kourkoudialos, beim KFC bloß „Herr Lakis“ genannt, beteuerte gegenüber der RP ebenfalls, dass es sich nicht um einen Rücktritt Heys als Sportdirektor gehandelt habe. „Er hat mir gesagt, er könne beruflich zurzeit einfach nicht mehr seine Aufgaben so wahrnehmen, wie es in seiner Position nötig wäre“, sagte Lakis. Gleichwohl könne er sich vorstellen, dass Hey weiterhin eine beratende Funktion einnehme. Lakis: „Ich schätze seine Fachkompetenz.“ Kommentar
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