Fußball: Hoffen auf ein Signal der Stadt
VON OLIVER SCHAULANDT - zuletzt aktualisiert: 14.12.2007Mit einem flammenden Appell hat sich der Vorwaltungsratsvorsitzende des KFC Uerdingen, Olaf Stiller, gestern noch einmal an die Vertreter vor allem aus der Politik gewandt, um dem Club aus der finanziellen Misere zu helfen.
„Wir haben die Zusage unserer Hauptsponsoren, dass sie uns noch weiter als bisher helfen wollen. Doch wir brauchen dazu auch deutliche Signale aus der Politik, dass der KFC überhaupt in der Stadt gewollt wird. Lippenbekenntnisse reichen leider nicht aus. Uns steht das Wasser bis zum Hals, und wenn sich in den nächsten Tagen nichts tut, dann ist die Liquidität massiv in Gefahr“, sagte Stiller im Gespräch mit der RP.
Das Hauptproblem bestehe derzeit darin, dass sich die Großsponsoren im Regen stehen sehen. Stiller: „Wir wollen ja nicht, dass die Stadt uns über ihre Tochtergesellschaften utopische Unsummen zukommen lässt. Aber wir brauchen ein deutliches Signal, dass wir nicht allein gelassen werden. Und wenn diese Signale, zum Beispiel in Form eines Kreditrahmens, nicht kommen, dann muss man wohl leider sagen: Das war’s mit dem KFC.“
Stiller räumte ein, dass der Club bzw. die Verantwortlichen um den Vorsitzenden Ralf Houben ein hohes Risiko gerade im Hinblick auf die laufende Spielzeit eingegangen sind, um den „Aufstieg“ in die Regionalliga zu realisieren. „Langfristig ist das aber eine Möglichkeit, um den Verein aus eigener Kraft wieder auf gesunde Füße zu stellen.“
Übrigens: Die Mannschaft will nach ihrer Auszeit heute wieder ins Training einsteigen. Auch das Spiel am Sonntag gegen Speldorf ist nicht gefährdet.
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