Fußball: Hußmanns' Griff in die Bastelkiste
VON OLIVER SCHAULANDT - zuletzt aktualisiert: 28.11.2009Nach der schweren Verletzung von Holger Kox muss Fischelns Trainer vor dem Spiel am Sonntag gegen Kapellen-Erft schon wieder seine Mannschaft umbauen. Simon Janicina und Michael Killich kehren in den Kader zurück. Marvin Haupt und Deniz Yilmaz drohen auszufallen.
Holger Kox ist ein optimistischer Mensch. Der 34 Jahre alte bislang beste Torschütze des VfR Fischeln in der Niederrheinliga (fünf Treffer), der sich am vergangenen Wochenende beim Spiel gegen den 1. FC Viersen einen Kreuzbandriss zugezogen hat, geht mit seiner Verletzung gut um, erzählt sein Trainer Dieter Hußmanns vor der Partie morgen gegen den SC Kapellen-Erft. "Er war schon kurz nach der Diagnose sehr gefasst und hat gesagt, dass er in dieser Saison auf jeden Fall noch mal spielen möchte", sagte Hußmanns gestern. "Aber da muss man erst einmal die Operation abwarten." Der Eingriff ist für den kommenden Montag vorgesehen.
Der Trainer muss auch morgen wieder basteln, wen er in die Startaufstellung beruft. Neben Holger Kox fallen die drei weiteren Langzeitverletzten Daniel Schmitz, Mike Grühn (beide Kreuzbandriss) und Michael Enger (Schien- und Wadenbeinbruch) aus. Außerdem stehen Marvin Haupt und Deniz Yilmaz wohl nicht zur Verfügung. Beide haben unterhalb der Woche nicht trainieren können, weil sie angeschlagen aus dem Pokalspiel herausgegangen waren. Und auch Fabio Lippolis ist noch nicht soweit, dass er spielen könnte. "Aber diese Situation sind wir mittlerweile eigentlich schon gewohnt", sagt Hußmanns mit einem Anflug von Galgenhumor. Immerhin kehren zwei Spieler in den Kader zurück. Simon Janicina hat seine Verletzung auskuriert. Und Michael Killich hat seine Rotsperre endlich abgesessen. Ob die beiden nun auch tatsächlich in die Startaufstellung rutschen werden, will Hußmanns erst kurzfristig festlegen.
Den Gegner hat Hußmanns selbst zwei Mal beobachtet, aber nicht auf Kunstrasen. Auf dem dürfte angesichts der Wetterverhältnisse am Sonntag wohl gespielt werden. "Das ist für uns aber nicht unbedingt ein Vorteil. Zum einen hat Kapellen selbst einen Kunstrasenplatz, zum anderen gehen in meiner Mannschaft die Geschmäcker auch auseinander", sagt der Trainer, der vorhat, den vor der Saison aus Kapellen gekommenen René Hebold in seine taktischen Überlegungen mit einzubeziehen. Immerhin, so hat er bereits erkannt, liegen die Stärken der Gäste im Spiel über die Außenflügel und bei den Standardsituationen. "Kapellen ist insgesamt eine gut aufgestellte Mannschaft", sagt Hußmanns. "Aber ich denke, dass wir durchaus die Möglichkeit haben, mit denen auf Augenhöhe zu stehen. Wenn wir einen guten Tag haben, wird das sicherlich eine ganz enge Kiste." Das hat er übrigens auch schon vor dem Viersen-Spiel gesagt – und Fischeln gewann mit 1:0 am Hohen Busch.
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