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Sport in der Schule: Kampf gegen die Bratpfanne

VON KATRIN WANDEL - zuletzt aktualisiert: 29.04.2009 - 11:44

In der Badminton-Arbeitsgemeinschaft am Ricarda-Huch Gymnasium erlernen Schüler das Spiel mit Schläger und Federball. Übungsleiter Heiner Hanrath vermittelt Grundlegendes. Trainiert wird aber auch der Schmetterball.

Die Schülerinnen und Schüler der Badminton-Arbeitsgemeinschaft mit ihrem Übungsleiter Heiner Hanrath.  Foto: Bastian Königs
Die Schülerinnen und Schüler der Badminton-Arbeitsgemeinschaft mit ihrem Übungsleiter Heiner Hanrath. Foto: Bastian Königs

In kleinen, schnellen Schritten läuft Christian Görtz rückwärts. Der rot-blonde Junge reckt sich. Streckt den rechten Arm hoch in die Luft. Dort fliegt ein Federball. Im letzten Augenblick erwischt er ihn mit dem Badmintonschläger. Trifft ihn mit der Mitte des Schlägerkopfes. Der Ball fliegt schnell zurück über das Netz. Klatscht dort auf den Hallenboden. Knapp neben der Seitenauslinie.

Christian Görtz geht in die Klasse 7c des Ricarda-Huch Gymnasiums. Jeden Montag steht auf seinem Stundenplan für die Siebte „Badminton-AG“. Übungsleiter ist Heiner Hanrath. Seit drei Jahren vermittelt der erfahrene Badminton-Spieler des KTSV Preußen Krefeld den Schülerinnen und Schülern das Spiel mit Schläger und Federball.

Tipps vom erfahrenen Spieler

Dazu gehört neben der richtigen Schrittfolge auch die optimale Haltung des Schlägers. „Anfänger nehmen den Schläger oft regelrecht wie eine Bratpfanne in die Hand“, sagt Heiner Hanrath und lacht. Mit der rechten Hand demonstriert er, was er meint. Und zeigt, wie es richtig geht: „Der Schläger muss in der Hand liegen, als wolle man ,Guten Tag’ sagen. Dabei steht der Schlägerkopf senkrecht“, erklärt er.

Das hat mittlerweile auch Carolin Göppert gelernt. Die 14 Jahre alte Gymnasiastin besucht seit einigen Wochen die Badminton-Arbeitsgemeinschaft des Ricarda-Huchs. „Vorher habe ich höchstens mal im Sommer im Garten mit einer Freundin ein bisschen Federball gespielt“, sagt sie. „Nach der ersten Trainingsstunde hatte ich deshalb ganz schönen Muskelkater in den Armen und Beinen“, gibt die Siebtklässlerin zu. „Mittlerweile klappt es aber ganz gut.“ Und das auch Dank der hilfreichen Anweisungen von Heiner Hanrath.

Er steht gegenüber auf der anderen Seite des Spielfeldes, schlägt den Federball ganz kurz über das Netz, jagt das Mädchen über den Platz. „Hophophop, den kriegst du noch“, ruft er ihr zu. Und tatsächlich: Die 14-Jährige spurtet mit kleinen Schritten nach vorne. Ihr brauner Pferdeschwanz fliegt durch die Luft. Knapp über dem grauen Hallenboden gelangt sie an den Ball, spielt ihn zurück. „Schön. Ein prima Schlag“, lobt Heiner Hanrath. Carolin Göppert wischt sich eine Schweißperle von der Stirn, lächelt zufrieden.

Irgendwann will sich die Gymnasiastin auch mit anderen Spielern als ihren AG-Mitstreitern messen. Gelegenheit hierzu gibt es zum Beispiel einmal im Jahr bei den Stadtmeisterschaften der Schulen. Wichtig ist AG-Leiter Heiner Hanrath aber vor allem eins: Dass die Mädchen und Jungen in der Arbeitsgemeinschaft Freude am Badminton-Sport haben. Und den haben sie sichtlich.

Quelle: RP

 
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