Fußball: KFC: Die Gewinner und die Verlierer
zuletzt aktualisiert: 28.12.2007Die Aufsteiger und die Verlierer des Jahres beim KFC Uerdingen.
Ralf Houben gehört zu den großen Verlierern des Jahres. Der Vorsitzende des KFC Uerdingen steht mit dem Verein wieder da, wo er ihn empfangen hat: kurz vor der Insolvenz. Sein Konzept, den „Aufstieg“ in die Regionalliga auf Biegen und Brechen umzusetzen, ist gescheitert, weil die dazu erforderlichen Geldgeber nicht gefunden wurden. Und dem Verein selbst droht der finanzielle GAU, im schlimmsten Fall sogar die Auflösung. Mehrfache Bestrebungen, ihn zum Rücktritt zu bewegen, schlugen fehl.
Jürgen Luginger hat eigentlich alles richtig gemacht. Bewusst der Erwartungen an die jetzige Saison und angesichts der schwierigen Umsetzbarkeit hatte der Trainer des KFC Uerdingen schon frühzeitig erklärt, seinen Vertrag nicht zu verlängern. Mit der Mannschaft hat er im „Jahr der Konsolidierung“ die Klasse gehalten und einen Mittelfeldrang erreicht. Anschließend wechselte er als Sportdirektor zu Regionalliga-Aufsteiger Rot-Weiß Oberhausen – und mit dem gilt er jetzt als ein Kandidat zum Aufstieg in die Zweite Bundesliga.
An Mike Grühn scheiden sich immer wieder die Geister. Der Spielgestalter des VfR Fischeln sucht aber seinesgleichen in der Landesliga. Der technisch versierte 28-Jährige ist unberechenbar und kann Spiele im Alleingang entscheiden. Unter anderem kann der KFC Uerdingen davon ein Lied singen: Mit zwei Toren besiegelte er die 1:2-Niederlage des KFC und verbaute ihm somit den Einzug in den Niederrhein-Pokal. Seine Schusskraft ist waffenscheinpflichtig. Schon mehrfach traf Grühn aus über 30 Metern ins Schwarze. Nur taktische Disziplin ist ihm hin und wieder fremd.
Das Nachwuchstalent des KFC Uerdingen, Patrick Schnier, hat in dieser Spielzeit den wohl größten Sprung gemacht. Anfangs nur sporadisch eingesetzt, entpuppte sich der Wirbelwind als Verstärkung, eroberte schon bald einen Stammplatz. Seine guten Leistungen weckten auch bei anderen Clubs Begehrlichkeiten: beim Ligakontrahenten aus Kleve zum Beispiel, Talentspäher von Hannover 96 beobachteten ihn, und auch beim Zweitligisten Osnabrück soll er ein Thema gewesen sein.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum

