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Fußball: KFC droht nun sogar die Auflösung

VON OLIVER SCHAULANDT - zuletzt aktualisiert: 20.12.2007

Wie geht es beim KFC weiter? Es droht der Ausverkauf – und ein Neubeginn in der Kreisliga.

Der KFC Uerdingen steht im schlimmsten Fall vor dem endgültigen Aus. Vorstand und Verwaltungsrat äußerten sich gestern dazu in einer schriftlichen Stellungnahme. Darin zeigen die Gremien Wege auf, was mit dem Verein geschehen kann. Im schlimmsten Fall droht dem Club gar die Auflösung – falls eine Insolvenz nicht abgewendet und das Insolvenzplanverfahren mangels Masse nicht eröffnet werden kann. Bis Ende Januar hat der Club Zeit, das nötige Geld zur Abwendung der Insolvenz zu beschaffen. Derzeit werden die Spieler vom Arbeitsamt bezahlt; das Geld muss der KFC zurückzahlen.

Gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Eberhard Stock haben die Gremien folgende vier Szenarien entwickelt, die nun eintreten können:

1. Rettung Der Verein wehrt die Insolvenz ab durch neue Einnahmen. Dann würde die Saison normal weiter gespielt; zudem müssten weitere Geldgeber gefunden werden, um die drohende Etatlücke bis zum Saisonende zu schließen. Tendenz: eher unwahrscheinlich – zumindest ist bislang kein Sponsor in Sicht. Und die Großsponsoren, so geht es aus der Stellungnahme hervor, sind nicht bereit, sich noch weiter als bislang zu engagieren.

2. Rettung Der Verein wehrt die Insolvenz durch neue Einnahmen ab. Um die bis zum Saisonende drohende Etatlücke zu schließen, müssen Personalkosten reduziert werden, oder anders: Je billiger der Kader, desto geringer ist die Deckungslücke. Das bedeutet: Trennung von Leistungsträgern. Der Kader würde kleiner, sportlich schwächer, das Ziel Aufstieg wäre endgültig passé. Trainer Aleksandar Ristic dürfte dann vermutlich auch gehen. Und dann geht es nur noch ums nackte Überleben in der Oberliga (bzw. NRW-Liga). Dem müssen allerdings die Spieler zustimmen; ohne deren Zustimmung kann der Vorstand nicht einfach Verträge auflösen. Tendenz: die hoffnungsvollste Lösung – aber noch ist kein Sponsor in Sicht. Rettung könnte zumindest teilweise ein Freundschaftsspiel gegen einen Bundesligisten bringen, doch dazu müsste die Grotenburg mehr als gut gefüllt sein. Der Vorstand hat gemäß der Stellungnahme bereits mit ersten Spielern Gespräche geführt. Nach RP-Informationen wird Patrick Schnier bereits beim Ligakontrahenten 1. FC Kleve gehandelt.

3. Abstieg Gelingt es nicht, die Liquidität herzustellen, und der Verein ginge erneut in ein Insolvenzplanverfahren, stünde der KFC als erster Absteiger fest. Fußball würde dann in der Rückserie allerdings außer in der Jugendabteilung nicht mehr gespielt. „Die Saison zu Ende zu spielen, würde keinen Sinn machen“, heißt es dazu in der Stellungnahme. Tendenz: hoch – wenn sich kein Geldgeber findet.

4. Auflösung Der Verein schafft es nicht, die Liquidität herzustellen, und das Insolvenzverfahren scheitert mangels Masse. Dann muss der Verein aufgelöst und aus dem Vereinsregister gestrichen werden. Will er weiter bestehen bleiben, müsste er sich neu gründen und könnte dann in der Kreisliga einen Neuanfang starten. Tendenz: nicht ausgeschlossen.

Quelle: RP

 
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