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Fußball: KFC „feuert“ Trainer Mastiaux

VON OLIVER SCHAULANDT - zuletzt aktualisiert: 21.01.2008

Nach der 0:3-Niederlage im Testspiel gegen Oberhausen hat sich der KFC Uerdingen von seinem Ebay-Trainer Edmund Mastiaux getrennt. Aleksandar Ristic ist nun wieder Chef im Ring. Mastiaux ist am Dienstag Co-Trainer.

Seit knapp einer Woche ist Olaf Stiller nun Vorsitzender des KFC Uerdingen. Am Freitag noch hatte er einen neuen Trainer präsentiert, am Samstag verkündete er nach der 0:3-Niederlage im Testspiel gegen Oberhausen prompt dessen Entlassung und Degradierung zum Co-Trainer. Klingt nach Chaos im Krisenclub, ist aber absolut harmlos und passend zu der Gaga-Nummer: Schließlich war das über das Internetauktionshaus Ebay ersteigerte Gastspiel von Edmund Mastiaux als Trainer des KFC von vorneherein nur auf 24 Stunden begrenzt, und die anschließende Entlassung gehörte mit dazu.

Der 47-jährige Mastiaux genoss sein kurzes Gastspiel beim KFC sichtlich. Pudelnass durch die Dauerbenieselung feuerte er sein Team leidenschaftlich binnen der 90 Minuten an – zum Sieg gegen den Regionalligisten langte es dennoch nicht, auch wenn nicht nur der Coach von der Leistung der Uerdinger durchaus angetan war.

„Der Trainer ist halt immer das schwächste Glied in der Kette, darum übernehme ich die volle Verantwortung“, sagte er augenzwinkernd, nachdem Stiller die verabredete Entlassung „aufgrund der Niederlage und taktischer Fehleinschätzungen – Elton hätte zum Beispiel auf der linken Seite spielen müssen“ verkündet hatte. Gleichzeitig nahm Mastiaux Stillers Angebot an, am Dienstag in der Partie gegen den MSV Duisburg den Co-Trainer zu spielen. „Ich habe zwar dann eigentlich einen Termin in Dresden, aber den verschiebe ich“, sagte er gut gelaunt der RP.

Immerhin 2379 Zuschauer waren am Samstag zum ersten der beiden Retterspiele in die Grotenburg gekommen; angeblich sollen aber mehr Karten verkauft worden sein. Sie sahen neben viel Show am Rande vor allem die Premiere von Marcus Wedau für seinen alten und neuen Arbeitgeber. Und auch das Medieninteresse hätte in der Regionalliga kaum größer sein können.

Allein drei Fernsehteams waren binnen der 90 Minuten zugegen, hinzu kamen mehrere Radiosender und dutzende Fotografen, die Zeuge wurden, wie ein kleiner pummeliger ehemaliger Showpraktikant für immerhin stolze 33 Minuten mitmischen durfte. „Ich bin viel zu spät eingewechselt worden“, maulte Elton anschließend bei der Pressekonferenz – und gab sich eine Mitschuld an der Niederlage. „Als ich gekommen bin, lagen wir erst mit einem Tor hinten. . .“

Quelle: RP

 
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