Fußball: KFC siegt zu neunt in Kleve
VON HEINRICH LÖHR - zuletzt aktualisiert: 05.05.2008Nach zwei Feldverweisen mussten die Uerdinger knapp 30 Minuten lang mit zwei Mann weniger in Kleve auskommen. Trotzdem hielt die Berge-Elf den knappen 1:0-Vorsprung nach einem Treffer von Mike Manske.
Mit einer schier unvorstellbaren kämpferischen Leistung hat der KFC Uerdingen sein gestriges Meisterschaftsspiel beim Aufstiegsaspiranten 1.FC Kleve mit 1:0 (1:0) gewonnen. Dabei trotzten die Uerdinger über mehr als 30 Minuten einer doppelten nummerischen Überzahl der Gastgeber. Auch wenn das Saisonziel der Qualifikation für die NRW-Liga noch nicht erreicht ist, Lohn dieser Leistung ist der aktuell zehnte Tabellenplatz.
„Die frühe Führung hat uns natürlich in die Karten gespielt“, kommentierte Co-Trainer Martin Höffelmann die 1:0-Führung durch Mike Manske schon in der siebten Minute. Ziemlich ungestört konnte der nicht nur an der Strafraumgrenze eine Flanke annehmen, sondern sich zudem den Ball noch auf den rechten Fuß legen und mit einem platzierten Flachschuss ins rechte untere Eck einnetzen.
Kyei sah Rot
Fortan verlagerte sich das Spielgeschehen mehr und mehr in die Uerdinger Hälfte. In der 24.Minute klärte Torwart Christopher Möllering einen strammen Rechtsschuss von Ercan Sendag aus zwölf Metern mit dem Fuß zur Ecke. Uerdingen versäumte es in der Situation, zwei Überzahlkontersituationen durch Kohout und Kegel zum vorentscheidenden 2:0 zu verwerten. Und noch vor der Pause sah Michael Kyei nach einer eher die gelbe Karte rechtfertigenden Attacke gegen seinen Gegenspieler von Schiedsrichter Cetin Sevinc den roten Karton. Und es sollte nach der Halbzeitpause noch schlimmer kommen: In der 58.Minute wurde der bereits verwarnte Said Daftari nach einem weiteren Foulspiel mit gelb-rot des Feldes verwiesen.
„Den Einsatz, den Uerdingen jetzt gezeigt hat, den hätte ich mir auch von meiner Mannschaft gewünscht.“ Auch Kleves Trainer Arie van Lent zollte dem vielbeinigen Uerdinger Abwehrbollwerk Lob. Wobei es auch Glück hatte, denn Kleve agierte über weite Strecken überhastet und unkonzentriert. Und als in der 84. Minute Kleves Benedikt Koep völlig unbedrängt aus 14 Metern am linken Pfosten vorbeizog, glaubte kaum einer der 1800 Zuschauer mehr an einen Klever Treffer an diesem Nachmittag. Im Gegenteil: In der Nachspielzeit schoß Stefan Heller unbedrängt in den Klever Himmel, traf Gustav Policella nur den Pfosten.
Und als endlich der Schlusspfiff ertönt war, feierten – wie vor Wochenfrist in Straelen – die Spieler mit den rund 500 mitgereisten Fans ausgelassen den nun schon dritten Auswärtssieg in Folge.
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