Fußball: KFC: Sportlich nur noch Mittelmaß
VON OLIVER SCHAULANDT - zuletzt aktualisiert: 28.12.2007 - 13:08Zugegeben: In der abgelaufenen Saison hatten Viele den KFC nicht auf der Rechnung. Zu stark erwies sich vor allem der spätere Aufsteiger Oberhausen. Trainer Jürgen Luginger schaffte es dennoch, den Verein im Jahr der sportlichen und wirtschaftlichen Konsolidierung auf einen Mittelfeldplatz in der Liga zu hieven. Schon im Frühjahr erklärte er, dass er seinen Vertrag nicht verlängern wollte.
Der Verein musste auf Trainersuche gehen. Die erwies sich als nicht eben einfach. Zwar gaben sich potenzielle Kandidaten sozusagen die Klinke in die Hand, Bewerbungen flatterten zu Hauf in die Geschäftsstelle. Zusagen gab es aber keine – seitens des Clubs. Ein namhafter Trainer sollte es sein, einer, der aus einer Mannschaft, die aus bescheidenen Mitteln zusammengestellt werden musste, das Optimum herausholen könnte. Verhandlungen mit dem früheren Bundesliga-Trainer Horst Köppel scheiterten.
Die Wahl fiel schließlich auf Aleksandar Ristic, der eine Euphoriewelle auslöste. Schon zum Trainingsauftakt kamen zahlreiche Fans, der Club gab als Motto „Die Vier im Visier“ aus. Doch der erhoffte Erfolg blieb aus. Ohnehin hatte Ristic schon bei seinem Amtsantritt gesagt, er könne keine Wunder bewirken, weil ein Käfer nunmal nicht mit einem Porsche mithalten könne.
Die Mannschaft entpuppte sich als zu wankelmütig. Vor allem bei den vermeintlich kleinen Vereinen in der Liga gab es enttäuschende Vorstellungen, gegen die großen mal herbe Klatschen (Borussia II: 0:6), mal grandiose Spiele (Kleve: 3:0). Das langt derzeit zu Platz elf. Der Traum von Rang vier ist längst ausgeträumt, angesichts der finanziellen Lage und des drohenden Ausverkaufs kann es auch rein sportlich nur noch darum gehen, nicht noch weiter abzurutschen. Denn Platz elf bedeutet zum Saisonende so gerade eben noch die Zugehörigkeit zur dann neuen NRW-Liga – ab Rang zwölf winkt die Verbandsliga.
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