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Krefelder Familienduell

VON HEINRICH LÖHR - zuletzt aktualisiert: 07.07.2008

Im fünften Rennen des Ascot-Tages auf der Galopprennbahn gewann Familie Sauerland vor Familie Hofer.

Sieger des mit 20 000 Euro dotierten Stutenpreises wurde Azalee aus dem Gestüt Schlenderhahn.

Die Rennleitung überprüfte noch einmal den Rennverlauf, doch dann stand Azalee aus dem Gestüt Schlenderhahn als Siegerin des Stutenpreises der Cargill Deutschland GmbH fest. Etwas überraschend verwies sie in einem starken Schlussspurt die Mitfavoritin Daveron noch auf den zweiten Platz. „Eine wunderbare Stute, die mein Kommando zum Schlussspurt sofort angenommen hat“, äußerte sich der Siegerjockey Sean Kelly hinterher anerkennend die dreijährige Stute.

Über 6500 Zuschauer verfolgten diesen Höhepunkt des sechsten Krefelder Renntages. Passend zum englischen Wohnort des siegreichen Reiters begleitete eine Militärkapelle des siebten Signal Regiments der britischen Rheinarmee die Siegerehrung.

Sieht man einmal vom strahlenden Sonnenschein – den eigentlich für England typischen Regen hatten die Verantwortlichen des Krefelder Rennclubs geschickterweise zum Deutschen Derby nach Hamburg umgelenkt – stand der gesamte gestrige Renntag unter britischer Flagge. Die Damen zeigten Hüte so vielfältig wie in Ascot, die Herren geizten etwas mit ausgefallenen Krawatten. Gewissermaßen zum Ausgleich hatte das Krefelder Stadttheater zwei Statisten geschickt. Sie zeigten graue Anzüge, wie sie typisch für die englische Rennsportszene sind. Und zu Essen gab es die berühmten fish und chips.

Trotzdem geriet der Sport keinesfalls in den Hintergrund. Im vierten Rennen des Tages konnte Trainer Andreas Löwe mit Magic Eye den eintausendsten Sieg seiner Karriere feiern. Krefelder Familienfeiern gab es in der anschließenden fünften Prüfung. Es siegte die Familie Sauerland vor der der Hofers. Trainer Ralf Sauerland hatte den fünfjährigen Wallach Le Veinard gesattelt, den Sohn Mario zum Erfolg führte. Knapp geschlagen geben musste sich Stefanie Hofer auf der von ihrem Vater Mario trainierten Stute Mouette. Beide Pferde zählten übrigens nicht zu Favoriten.

Gleich zwei Siegerpreise heimste am gestrigen Nachmittag der englische Jockey Ted Durcan ein. Im siebten Rennen siegte er leicht mit dem fünfjährigen Wallach Blue Damask, und im dritten Wettbewerb des Tages galoppierte keiner die Distanz von 2050 Meter so schnell wie sein dreijähriger Hengst Arctic Ocean.

Fazit: Trotz der Konkurrenz aus Hamburg konnte sich der Renntag in Krefeld sehen lassen – und das Wetter war auch besser.

Quelle: RP

 
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