Partizan Belgrad: die Jüngsten, die Längsten Bamberg, der Herausforderer Besiktas Istanbul ist die Nummer drei der Türkei
zuletzt aktualisiert: 13.09.2006Der Deutsche Meister aus Köln
In der Saison 2001/2002 tauchten die Kölner erstmals unter dem Namen „RheinEnergie“ auf und wurden auf Anhieb Deutscher Vizemeister. Im dritten Jahr der Bundesligazugehörigkeit holten die Kölner s mit dem Pokalsieg gegen Frankfurt den ersten nationalen Titel, den sie ein Jahr später gegen den Lokalrivalen Telekom Baskets Bonn im Finale des Top4-Turniers erfolgreich verteidigten. Die letzte Saison endete für Köln mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Durch einen 85:74-Erfolg (25:18, 20:14, 20:22, 20:20) in der vierten Finalpartie gegen ALBA Berlin holten sich die Kölner die erste Deutsche Meisterschaft in der fünfjährigen Vereinsgeschichte.
RheinEnergie Köln hat sich mit dem Titelgewinn das Startrecht in der Euroleague erworben und wird seine mindestens sieben Heimspiele wegen eigener Hallenproblemen in der Düsseldorfer Philipshalle austragen. In der Euroleague spielen die 24 besten Basketballmannschaften Europas in zunächst drei Gruppen á acht Mannschaften, einer Zwischenrunde, einem Viertelfinale und einem TOP 4 Turnier die beste Vereinsmannschaft Europas aus. Mit Sasa Obradovic steht ein Headcoach an der Seitenlinie, der gleich im ersten Trainerjahr sein Meisterstück ablieferte und bei der WM in Japan im serbischen Team als Co-Trainer fungierte. F.L.
In Serbien gilt Basketball als eine der beliebtesten Sportarten. So ist es auch kein Wunder, dass Partizan Belgrad zu den bedeutendsten Basketball-Klubs im Lande zählt. Immerhin ist die Zahl der nationalen Titel beeindruckend: Zwölfmaliger Meister, fünfmaliger Vizemeister, achtfacher Pokalsieger und dreimaliger Vizepokalsieger lautet die Vita des Klubs vom Balkann.
Auch auf europäischer Ebene sammelt Partizan seit Jahren Titel: Als dreimaliger Korac-Cup-Sieger und Vizemeister, Sieger im European Cup, Teilnehmer an der Europe League sowie, Vizemeister in der Adriatic League machten sich die Belgrader über die Landesgrenze hinaus einen Namen. Der Klub ist seit Jahren Europas Ausbildungsstätte Nummer eins in Sachen NBA. Kein anderes europäisches Team hat mehr NBA-Spieler hervorgebracht als Partizan.
Im aktuellen Kader stehen derzeit drei Spieler, die von der NBA gedraftet wurden. Kein Wunder also, dass auch in dieser Saison zahlreiche Nachwuchskräfte eingebaut wurden, von denen einiges zu erwarten ist.
Mit einem Altersdurchschnitt von 21,6 Jahren stellen die Serben nicht nur das jüngste Team im Teilnehmerfeld bei dem Turnier in der Glockenspitzhalle, sondern mit dem 2,17 m großen Kosta Perovic auch den längsten Spieler.
Wenn am 30. September die neue Bundesliga-Saison startet, laufen die Bamberger Basketballer erstmals unter dem Namen „Brose Baskets“ auf, da mit dem Automobilzulieferer ein neuer Hauptsponsor für die beiden nächsten Spielzeiten gewonnen wurde. Der aus Krefeld stammende Headcoach Dirk Bauermann, der auch die deutsche Nationalmannschaft trainiert, hat für die kommende Saison den Meistertitel für die neu formierte Mannschaft ins Visier genommen: „Ich bin überzeugt, dass die Jungs das Zeug dazu haben, sich in der internationalen Spitze des Profibasketballs zu etablieren.“
Während der vergangenen fünf Jahre haben die Bamberger Basketballer ihre Leistung kontinuierlich gesteigert: In der Saison 2002/03 war GHP Bamberg erstmals wieder auf europäischem Parket im Uleb-Cup vertreten und kam dort in die Play-Offs. 2003 und 2004 wurden die „Bauermänner“ Deutscher Vizemeister, ehe sie sich 2005 den lang ersehnten Meistertitel der BBL erkämpften – und damit auch die Qualifikation für die Euroleague. In dieser Liga schafften sie 2006 als erstes deutsches Team den Sprung in die „Top 16“.
Auf nationaler Ebene unterlag Bamberg in der letzten Saison im Pokalfinale Alba Berlin nach fünf spannenden Spielen, während in der Meisterschaft das Halbfinale Endstation war. Mit der Verpflichtung des 24-jährigen Kanadiers Jermaine Anderson auf der Pointguard Position machen die Bayern nochmals deutlich, wie ernst ihre Ambitionen zu sehen sind.
Der türkische Traditionsverein Besiktas Istanbul ist die aktuelle Nummer drei in der Türkei. In der abgelaufenen Saison wurden die Recken vom Bosporus erst im Halbfinale gestoppt, welches sie auch schon in den beiden Jahren zuvor erreicht hatten. Im Jahr 2005 langte es zur Vize-Meisterschaft. Seit 1975, wo sie bisher ihren einzigen Titelgewinn verbuchen konnten, warten die schwarzen Adler weiter auf einen nationalen Titel.
Auf europäischer Ebene sind die Türken kein unbeschriebenes Blatt. In den Jahren 1988, 1997, 1999, 2000 und 2002 nahmen sie am Korac-Cup teil. Im Saporta-Cup war 2001 erst das Achtelfinale Endstation. Größter Triumph auf internationaler Ebene war das Erreichen des Viertelfinales in der FIBA Europe League.
Aktuell nimmt Besiktas am ULEB-Cup teil. Zwar mussten die Türken mit Kerem Tunceri ihren besten Spieler in Richtung Real Madrid ziehen lassen, haben jedoch mit dem von Alba Berlin bestens bekannten Michael Wright einen Akteur in ihren Reihen, der in der türkischen Liga zum Center des Jahres gewählt wurde und in der Starting Five des Allstar-Teams der Liga stand. Hervorragend gecoacht von Murat Didin sticht vor allem ein Name heraus: Tyrone Ellis. Der Ex-Frankfurter steht am Wochenende ebenso im Kader wie der deutsche Nationalspieler Mithat Demirel.
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