Krefeld Pinguine: Pinguine bereit für Iserlohn?
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 16.09.2010Am Freitag erwartet die Krefelder in der Eissporthalle am Seilersee ein hartes Kampfspiel. Dabei müssen die Schwarz-Gelben wahrscheinlich mit auf Benedikt Schopper verzichten. Michael Hackert zu teuer.
Mit schmerzverzerrtem Gesicht verließ Benedikt Schopper gestern Vormittag das Eis im König-Palast. Die leichte Schulterverletzung aus dem Spiel gegen Düsseldorf macht dem Verteidiger noch zu schaffen. Wahrscheinlich muss er morgen im Auswärtsspiel bei den Iserlohn Roosters noch passen. Sonntag im Heimspiel gegen Ingolstadt soll er aber wieder auflaufen können.
"Den Kampf annehmen"
Dabei wäre besonders morgen in der Eishalle am Seilersee Schoppers Anwesenheit ziemlich wichtig. Denn der 25-Jährige hätte sicher die passende Antwort auf die harte Gangart der Sauerländer, die Krefeld erwartet. "Unsere Mannschaft muss den Kampf annehmen, sonst kann sie in Iserlohn bei der hitzigen Atmosphäre im Stadion nur schwer bestehen", sagte gestern der sportliche Berater Rüdiger Noack.
So leicht wie zweimal in der Vorbereitung werden es die Roosters den Pinguinen morgen sicher nicht mehr machen. Schließlich ärgerten sich die Iserlohner am 22. August, dass die Schwarz-Gelben als Blumenkönige den Landesgartenschau-Cup vom Seilersee mit an den Niederrhein nahmen. Ferner bekamen sie am Sonntag in Straubing eine überraschend dicke Abfuhr (3:8) und wollen ihre Fans dafür gleich morgen entschädigen.
"Wir haben aus den ersten vier Spielen wichtige Erkenntnisse gewonnen und sind bereit für das Match in Iserlohn", sagte gestern Richard Pavlikovsky nach dem Training. Warum die Mannschaft nach der guten Vorbereitung so schwer in Schwung kommt, begründet der routinierte Verteidiger so: "Wir haben zu viel über die ersten Spiele nachgedacht und uns ausgerechnet, wie viele Punkte wir holen können. Das war ein Fehler. Die Liga ist wahrscheinlich noch ausgeglichener als letzte Saison. Wir dürfen ab sofort nur noch von Spiel zu Spiel denken."
Gestern schaute im König-Palast der kanadische Berater von Paul Albers und Pascal Trepanier beim Training zu. "Auf die Frage unserer Zeitung, ob er nicht einen preiswerten und torgefährlichen Stürmer für die Pinguine habe, antwortete er: "Klar, jede Menge. Aber die Pinguine haben ja leider kein Geld." Daher wurde auch nichts aus der Verpflichtung des Ex-Nationalspielers Michael Hackert.
Der Stürmer soll nach Informationen unserer Zeitung ein Gehalt von 100 000 Euro netto verlangt haben. Das war scheinbar auch dem österreichischen Liga-Krösus Salzburg zu viel, der ebenfalls an Hackert interessiert war. Trainer Rick Adduono gibt jedenfalls die Hoffnung nicht auf, dass er schon bald eine Verstärkung für den Angriff begrüßen kann: "Der Wille ist da, vielleicht auch bald das Geld."
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